Lautlose Jäger der Nacht

Eine Begegnung mit Fledermäusen im Rahmen der Ferienspiele

 

Am 31.07.2015 war es endlich soweit. Nachdem im letzen Jahr die Veranstaltung wegen eines Gewitters kurzfristig abgesagt werden musste, fanden sich dieses Jahr bei kühlen Temperaturen, aber klarem Himmel, 14 Kinder und 9 Begleitpersonen am Treffpunkt bei der Usabrücke ein.

Stefan Kottwitz, der erste Vorsitzende, begrüßte die Teilnehmer im Namen des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN). Fünf weitere AKN-Mitglieder nahmen als Betreuer teil. Auch der 6 Jahre alte Nachwuchs einer AKN-Mitglieds-Familie war mit von der Partie.

Bildern und das Modell einer Fledermaus weckten reges Interesse bei den Kindern und den Erwachsenen. Anhand des Anschauungsmaterials wurde das Aussehen und die Lebensweise der Fledermäuse erläutert, bevor auf die Arten näher eingegangen wurde, die bei der bevorstehenden Wanderung zu erwarten waren: Großer Abendsegler, Zwergfledermaus und Wasserfledermaus. Zum Beispiel wurden 5 g "schwere" Schokoladenstückchen verteilt, was dem ungefähren Gewicht einer Zwergfledermaus entspricht. Da griffen alle gerne zu.

Mit einem Quiz zum Thema Fledermäuse wurde das vorhandene Wissen der Kinder getestet. Diese überraschten mit profunden Kenntnissen. Alle hatten schon mal Sichtkontakt mit Fledermäusen und kannten sich teilweise sehr gut aus.

Zur Demonstration der Jagdweise der nächtlichen Jäger diente ein Fangspiel: Alle bildeten einen Kreis in dem sich 6 Kinder mit verbundenen Augen befanden. Ein Kind war die Fledermaus, 5 andere die Motten (Beute). Immer wenn die Fledermaus "Fledermaus" (Ultraschall-Jagdruf) rief, mussten die Motten "Motte"(Ultraschallecho) antworten. Nun sollte die Fledermaus versuchen die Motten anhand des "Echos" zu orten und zu fangen. Das Spiel war beendet als alle Motten gefangen waren. Das rief so viel Begeisterung hervor, dass es einen weiteren Durchgang mit geänderter Beteiligung gab.

Die Unterschiede zwischen den Jagdrufen verschiedener Fledermausarten wurden verdeutlicht indem die technisch hörbar gemachten Laute vom Handy abspielt wurden. Auch den von Menschen direkt wahrnehmbaren Soziallauten der Tiere untereinander wurde interessiert gelauscht.

Danach brach man entlang des Radwegs Richtung Usingen auf. Tatsächlich konnte gegen den klaren Himmel ein großer Abendsegler gesichtet werden. Anhand von mitgebrachten, sogenannten Fledermausdetektoren (Bat-Detektor), die die Ultraschalllaute der Fledermäuse hörbar machten, konnte man die Jagd des Tieres in ungefähr 30 Meter Höhe verfolgen.

Weiter ging es zur Usabrücke in der Nähe der Tankstelle Hüttl. Dort jagte die Wasserfledermaus entlang des Baches auch unterhalb der Brücke hindurch. Die fortgeschrittene Dämmerung machte es unmöglich die Tiere direkt über der von Bäumen beschatteten Usa zu sehen. Sie waren zunächst nur mit dem Bat-Detektor zu hören. Mit leistungsstarken Strahlern und Taschenlampen konnte man die Tiere jedoch für kurze Zeit im Lichtkegel sichtbar machen. Immer wieder tauchten auch Insekten, die Beute der nächtlichen Jäger, im Lichtstrahl auf.

Noch mehr "Flugbetrieb" gab es dann am weiter westlich gelegenen großen Fischteich. Teilweise flogen die lautlosen Jäger ganz dicht über die Köpfe der erstaunten Kinder hinweg. Zahlreiche Tiere jagten über der Wasseroberfläche und im angrenzenden lichten Waldrand. Die genaue Zahl der Tiere ließ sich jedoch nicht feststellen. Alle waren fasziniert von den Flugkünsten und den hörbar gemachten Jagdlauten.

Auf dem Rückweg zum Startpunkt unterhielt man sich noch lange angeregt über das Erlebte.

Stefan Kottwitz bedankte sich für die Teilnahme und wünschte allen einen guten Nachhauseweg. Zum Abschluss gab es noch ein Betthupferl in Form einer Weingummi-Fledermaus.

Die meisten der Kinder fuhren nun zusammen mit Ihren Begleitpersonen nach Hause. Die AKN-Mitglieder warteten noch bis auch das letzte Kind abgeholt wurde.

Alles in Allem war es eine gelungene Veranstaltung mit viel Wissen, Bewegung und Spaß.

Ob die Fledermaus die letzte Motte noch erwischt?

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