Feuchtwiese Dicker Busch

Die Feuchtwiese Dicker Busch wurde uns 1994 von Gerd-Christian Freiherr Von Schäffer-Bernstein zur Pflege überlassen.

 

Lage und Exposition

Ein nur wenig gewundenes linkes (nördliches) Seitental des Usatales, mit einer Länge von ca. 600 m, mit mäßiger Neigung von NNW nach SSO abfallend; dies ist zugleich die Ausrichtung der Längsachse. Es nimmt nur im nördichen Viertel an der Westflanke ca. 30m breit, auf ca. 50 m Länge auch einen Teil des Unterhanges ein.

 

Boden

Es handelt sich um überwiegend feuchtes, sehr nährstoffreiches Schwemmland.

 

Wasserhaushalt

Zahlreiche ganzjährige flächig quellige Grundwasseraustritte werden erheblich verstärkt durch den Überlauf des Brunnens mit Hochbehälter am nordöstlichen Talende. Sie sammeln sich, in einem flachen Gerinne, meist an der östlichen Talseite, im südlichen Bereich abschnittsweise auf die westliche wechselnd. Von diesem sind zahlreich und wechselhaft in vielen Bereichen, unregelmäßig über fast die ganze Fläche verteilt, mehrere Nebengerinne abgespalten. Dadurch sind mehrere Bereiche mit flächig sickerndem Oberflächenwasser vernäßt.

 

Klima

Das Klima ist durch die enge Eingeschlossenheit im Wald sehr ausgeglichen, aber häufig auch dumpf feucht. Trotz stark beschattender hoher Waldränder an allen Seiten tritt infolge der wegen der Nordsüd-Ausrichtung noch gute Erwärmung und Einstrahlung in der Mittagszeit ein.

Durch die Abriegelung des tieferen südlichen Abschnitts durch Gehölze ergibt sich ein Kaltluftstau mit vermehrten Bodenfrösten im unteren Wiesenbereich (etwa unterhalb der Talmitte).

 

Größe

Das Grundstück hat im Süden eine Breite von ca. 26 m und verbreitert sich auf ca. 58 m im Norden; Fläche 2,3372 ha.

Die Wiese ist im südlichen Drittel fast durchgehend zugewachsen durch von den Seiten hereingeneigte und gestürzte Bäume. Im nördlichen Abschnitt ist sie auf ca. 2/3 der Tallänge, durchschnittlich 1/4 verschmälert durch aufgekommenes, Gebüsch und geneigte Bäume.

Es handelt sich um Brachland. Ursprüng1ich wurde die Fläche auf der gesamten Tallänge als Mähwiese genutzt.

 

Vegetation

Die heutige Vegetation besteht aus einer Hochstaudenflur, überwiegend aus Brennnessel, mit zahlreichen Anzeigern ziehender Nässe, z.B. kleinflächig vorherrschend Sumpfbraunwurz. Während der letzten Jahre hat sich Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera), auch Indisches Springkraut, Emscherorchidee oder Wupperorchidee genannt auf der Fläche angesiedelt. In die Fläche eingeschleppt wurde es ausgehend vom Parkplatz im unteren Bereich an der Bundesstaße B 275, wo illegal Gartenabfälle abgelagert wurden. Neben der Ausbreitung durch das typische Wegspringen der reifen Samen trugen auch Wildschweine (Suhlen) und Holzrückefahrzeuge (Erde im Profil) die Samen in das höher liegende Gelände

 

Entwicklungsziel

  • Auf ca. 70 % des Grünlandbereichs soll eine extensive Mähwiese verbleiben. Anfangs wurde die Mahd gemäß .Ziff. 1.1.2/ b) und c) der Richtlinie für die Durchführung des Hessischen Landschaftspflegeprogramms vom 17.2.94 (HELP) StAnz Nr.12 v.21.3.94, S. 916 - 923) finanziert. Später wurde Sie durch den AKN organisiert.
  • Auf ca. 15 % der Fläche soll die Hochstaudenflur belassen werden. Gegebenenfalls sind aufkommende Gehölze zu entfernen.
  • 10 % der Fläche steht Solitärbäumen zu Verfügung.
  • Auf ca. 5 % der Fläche können kleine Amphibientümpel angelegt werden.

 

Pflegemaßnahmen

  • Freihalten des Grabens um zu starke Vernässung zu vermeiden.
  • Mähen oder Mulchen der Wiese um die Brennessel- und Springkrautflur zurückzudrängen.
  • Ausziehen von aufkommenden Gehölzen in Bereichen wo diese nicht gewünscht sind.
  • Ausziehen von Springkraut vor der Samenreife im Saum und Waldbereich und sonstigen für den Mulcher unzugänglichen Stellen.
  • Die Anlage von Amphibientümpeln erfolgt nach detaillierter Planung und Genehmigung durch die untere Naturschutzbehörde und der unteren Wasserbehörde, durch Auftragsvergabe vom AKN.



Beim Freiräumen des Grabens 2004 (Bild HJ Langen)

Bilder Dicker Busch

Pilzfunde rund um die Feuchtwiese im Wald

Aktuelles

Viele Gäste bei Obstsortenaus-stellung und AKN-Infostand im DGH am 3. Oktober

Nachdem letztes Jahr die Obstsortenausstellung des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg e.V. (AKN) mangels Früchte ausfallen musste, sind die Gäste des Mostfestes dieses Jahr wieder ob der Vielzahl der gezeigten Sorten ins Staunen geraten... Weiter geht es hier

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DGH beim Mostfest am

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