Von der Dorfwiese über den Muckeberg zum Uhu

14.07.2019

AKN lädt ein zu einer Wanderung zu seinen Projekten rund um Langenhain-Ziegenberg

 

Kennen Sie Übchesborn, den Muckeberg oder heiligen Holz? Wenn nicht, dann lassen Sie sich auf einer interessanten Sonntags-Wanderung rund um Langenhain-Ziegenberg am 14.Juli 2019 überraschen und informieren. Denn es handelt sich dabei um einige vom Arbeitskreis Naturschutz  Langenhain-Ziegenberg e.V (AKN) betreute Naturschutzprojekte, die auf einer Rundwanderung erläutert werden sollen.

Dabei kommen wir nur an ca. der Hälfte unserer Projekte vorbei. Alle zu erlaufen würde eine Tageswanderung erfordern.

Wir starten mit der neu angelegten Blühfläche in der Dorfwiese, weiter geht es zum Steinbruch mit seinen Trockenrasenbeständen, von da über den Übchesborntümpel zur vielfältigen Obstwiese am Muckeberg. Danach erreichen wir den Trafoturm mit seinen verschiedenen Nisthilfen (hier gibt es eine Erfolgsmeldung zu verkünden). Zum Schluss erreichen wir die Streuobstwiese und das Vogelschutzgehölz am Uhu, das vor kurzem noch Schlagzeilen machte, weil ein Mobilfunkanbieter hier einen 40 m hohen Sendemast errichten wollte.

Seit der letzten Wanderung in 2014 konnten wir unsere Projekte bedeutend weiterentwickeln. Das wollen wir Ihnen auf dieser Exkursion zeigen und erläutern.

 

Und wir haben uns noch mehr vorgenommen… fragen Sie uns.

 

Start und Ziel:

Einmündung Mühlenweg an der B275 (von Ober-Mörlen kommend nach der Usabrücke rechts) (GPS: 50.363386,8.638331)

Beginn: Sonntag, 14. Juli 2019 um 9.30 Uhr (wegen zu erwartenden sommerlichen Temperaturen)

Dauer: ca. 2,5 bis 3 Stunden

Empfehlung: Festes Schuhwerk (teilweise Feld- und Wiesenwege), ev. Getränke

Junge Steinkäuze beringt

2019-05-24

Nach dem milden Wetter mit wenig Schnee standen die Chancen gut, dass die Steinkäuze gut über den Winter gekommen sind und die Paarung erfolgreich sein könnte. Und tatsächlich fanden wir in der Gemarkung Langenhain eine Brut in einer von uns aufgehängten Steinkauzröhre.

Ganze sechs Jungvögel im Daunenkleid konnten entnommen und beringt werden. Sechs Nachkommen pro Gelege sind schon rekordverdächtig. Beim Beringen stießen die Nestlinge typische Knacklaute aus um ihren Unmut kund zu tun. Die Ringe sollen dabei helfen den Lebensweg der Vögel zu verfolgen. Bleiben sie in der Gegend oder wandern sie ab, und wenn ja, wie weit? Haben sie selber Nachwuchs?

Das nur eine Röhre belegt war zeugt auch davon, dass es bei uns noch genügend Naturhöhlen in den alten Obstbäumen gibt, denn die Balzrufe waren nicht nur in der Nähe der belegten Röhre zu vernehmen. Doch alte Obstbäume mit Asthöhlen nehmen ständig ab. Deshalb müssen sie so lange wie möglich erhalten und möglichst nicht gefällt werden, auch wenn sie keinen nennenswerten Ernteertrag mehr liefern können. Die Alterslücke zwischen den alten und den irgendwann nachgepflanzten Bäumen ist einfach zu groß.

Der Nachwuchserfolg bei den Steinkäuzen scheint dieses Jahr keine Ausnahme zu sein. Die NABU-Kollegen aus Ober-Mörlen fanden auch viele Eier und Jungvögel in ihren Röhren.

Klaus Spieler

Errichtung einer 40 m hohen Sendeanlage im Vogelschutzgehölz am Uhu - Neue Technik gegen 29 Jahre langjährigen Naturschutz

2019-05-22

Eher zufällig erhielt der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) die Information, dass die DFMG (Deutsche Funkturm GmbH) einen Standort für eine 40 m hohe Sendeanlage sucht. Ein möglicher Standort sollte das Vogelschutzgehölz am Uhu (Flur 3 Nr. 86. In der Gemarkung Langenhain-Ziegenberg) sein. Das Grundstück hat der Arbeitskreis Naturschutz seit 1990 von der Gemeinde Ober-Mörlen gepachtet und engagiert sich dort seither für die Belange von Fauna und Flora und hat diesen Standort unter Naturschutzaspekten entwickelt. Es wurden der Gemeinde Ober-Mörlen seitens des AKN alternative Standorte vorgeschlagen, denn natürlich will der AKN keinen riesigen Sendemast in dem von ihm gepflegten Vogelschutzgehölz. Jetzt wurde uns offiziell durch den Gemeindevorstand  mitgeteilt, daß eine Abstimmung mit der Unteren Naturschutz Behörde (UNB) bereits im April 2019 stattfand und das o.g. Flurstück bestätigt.

Der AKN hat dort seit Anbeginn mit einem Startkapital durch die Gemeinde und der UNB in Höhe von 5000,00 DM und auf seine eigenen Kosten, verschiedene obst-  und  fruchttragende Bäume gepflanzt, Blühwiesen angelegt und erst vor 4 Monaten aus Töpfen der Lotto-Tronc-Mittel, neue Büsche und Bäume für Insekten und Vögel gepflanzt. Die zentrale Lichtung wurde als geschützte Äsungswiese von Schwarzdornaufwuchs freigehalten. Rundum wurden Nistkästen aufgehängt.

Als Pächter wurden wir nicht offiziell über das Vorhaben informiert und schriftliche Nachfragen bei der Gemeinde über das genaue Vorhaben blieben bisher unbeantwortet.

So kann nur spekuliert werden, inwieweit dieses Vorhaben die bisher geleistete langjährige Naturschutzarbeit des AKN auf dem Gelände in Mitleidenschaft ziehen wird und wie sich bekannterweise die hohen Sendeleistungen in der Nähe eines solchen Sendemastes auf Anwohner, Fauna und Flora auswirken werden. Der AKN behält sich vor Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

 

Andreas Max Klenner, 1. Vorsitzender

Ablaufgraben am Dicken Busch geräumt

2019-04-05

Die Dicke-Buschwiese, die allseitig von Wald umgeben ist, teilt sich auf in trockene und feuchte bis nasse Bereiche. Diese bieten daher unterschiedlichen Pflanzenarten und Tieren einen Lebensraum.

In den nassen Teilen finden sich fast das ganze Jahr über Stellen mit stehendem Wasser, die im Frühjahr zur Laichablage von Amphibien dienen. Dort wächst außerdem Schilf und leider auch indisches Springkraut.

In den schlammigen Randbereichen suhlen sich die Wildschweine. Diese verbreiten die Springkrautsamen entlang ihrer Wechsel im Wald, wenn der Schlamm in ihren Borsten trocknet und abfällt oder sie sich an den Bäumen schubbern.

Damit sich der vernässte Abschnitt nicht weiter hangabwärts ausdehnt, gibt es unterhalb der Fläche einen Ablaufgraben quer zum Hang, der das Sickerwasser auffängt.

Ab und an muss der 20 bis 40 cm tiefe Graben geräumt werden, wenn er verlandet oder zugewachsen ist. Das war dieses Jahr wieder der Fall.

Drei Mitglieder des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg e.V (AKN) zogen daraufhin mit Schippen und Spaten ins Moor, nein, zur Dicken-Busch-Wiese, um den Graben wieder auszuräumen.

Dabei wurden nebenbei rundherum auch Sumpfdotterblumen, erwachsene und junge Molche, sowie Buschwindröschen am Waldrand entdeckt.

Klaus Spieler

AKN hängt mit Hilfe der OVAG-Netz Nisthilfen für Mehlschwalben am ehemaligen Trafo-Turm auf

29.01.2019

Nachdem im Vorjahr bereits 4 Doppelnisthilfen vom Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg e.V. (AKN) besorgt wurden, konnten sie jetzt Ende Januar, und damit rechtzeitig vor der Brutsaison, mit Hilfe eines Hubsteigers der OVAG-Netz AG und zwei derer Mitarbeiter am ehemaligen Trafo-Turm in Langenhain aufgehängt werden.

Die Doppelnisthilfen haben je 2 Tonbrutschalen, die zur einfachen Reinigung herausgezogen werden können. Somit stehen 8 Nester zur Verfügung.

Damit soll es den Mehlschwalben erleichtert werden ihre Nester zu bauen, denn es wird für die Vögel zunehmend schwerer, feuchten Lehm, den sie zum Nestbau benötigen, in Pfützen zu finden, wenn beispielsweise die Witterung zum Brutbeginn nicht mitspielt.

Mehlschwalben sind Koloniebrüter. Kolonien bestehen meist aus vier bis fünf Nestern. Ihr Nest bauen Mehlschwalben an senkrechten Wänden unter natürlichen oder künstlichen Überhängen, zum Beispiel unter Felsenvorsprüngen, Dachtraufen, Dachrändern oder Toreinfahrten. Sofern es bereits vorhandene Nester gibt, werden diese bevorzugt bezogen.

Anders als die Rauchschwalbe errichten Mehlschwalben ihr Nest nur in Ausnahmefällen innerhalb von Gebäuden.

Alle Schwalbenarten sind geschützt. Wer benutzte Schwalbennester entfernt, macht sich strafbar. Zur Vermeidung von verschmutzten Fassaden gibt es verschiedene Lösungen, z.B. Kotbretter. Diese sollten nicht zu dicht unter den Nestern angebracht werden, da die Vögel sich sonst davon gestört fühlen. Der AKN hatte beispielsweise am ehemaligen Laden im Lettig und über der Feuerwehr Langenhain Ziegenberg Kotbretter zum Schutz vor Verschmutzung angebracht.

Wir hoffen nun, dass die Nisthilfen bald von den Schwalben gefunden und benutzt werden.

Klaus Spieler

AKN stellt erneuten Rückgang von überwinternden Fledermäusen fest

26.01.2019

Auch dieses Jahr kontrollierte der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg e.V. (AKN) die ihm bekannten Winterquartiere der Fledermäuse auf Besatz. Dabei muss behutsam vorgegangen werden um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf zu stören. Andernfalls werden sie wach und verbrauchen unnötig viel der gespeicherten Fettreserven, was dazu führen kann, dass die Tiere den Winter nicht überleben.

Zu Gast waren diesmal zwei Kollegen der NABU-Gruppe Ober-Mörlen.

In dem einen Quartier, in dem vor zwei Jahr eine überwinternde Fledermaus in einem engen Loch ausfindig gemacht konnten, blieb die Suche dieses Jahr erfolglos.

Ein weiterer Standort war fast schon erwartungsgemäß unbesetzt. Bisher hatten wir nur in einem Jahr mit sehr starkem Frost dort Fledermäuse angetroffen.

In einem anderen Quartier konnten zwei Große Mausohren vorgefunden werden. Es waren, wie letztes Jahr allerdings nur Einzeltiere. Siehe Bild. In den vorangegangenen Jahren hingen hier manche Tiere noch in Gruppen zusammen. In den letzten 4 Jahren ging die Zahl der überwinternden Fledermäuse kontinuierlich zurück: 2016 waren es noch 8 Tiere, 2017 dann 6, letztes Jahr 4 und dieses Jahr nur noch 2 Große Mausohren. Über die Gründe kann spekuliert werden. Wenn sich dieser dramatische Trend fortsetzt, wird das Quartier im nächsten Winter wohl leer bleiben!

Leider ist diese Standort ungeschützt. Die Spuren deuten darauf hin, dass das Quartier von Jugendlichen des Öfteren aufgesucht wird. Der Besitzer ist leider nicht dazu zu bewegen, den Zugang mit einer Tür (mit Einflugöffnung) zu schützen. Der AKN hatte sogar angeboten die Kosten dafür zu übernehmen.

Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die beiden Fledermäuse den restlichen Winter gut überstehen. Geeignete Quartiere, die unbehelligt, feucht und kühl genug sind, sind für die Tiere überlebenswichtig.

Dasselbe Quartier wird im Sommer auch gelegentlich als Wochenstube zur Aufzucht der Jungen genutzt. Davon zeugen die Kotablagerungen am Boden. Dabei sind Störungen durch Personen noch kritischer anzusehen. Gerade im Sommer wird der Standort aber wohl öfter von Personen aufgesucht.

 

Klaus Spieler

 

Bild (K. Spieler) Eines der beiden verbliebenen Großen Mausohren

AKN pflanzt Blühgehölze am Uhu nach

27.12.2018

Am Wochenende vor Weihnachten machten sich auf, sieben Arbeitskreis Naturschutz-Mitglieder um in den Auflichtungen am Feldgehölz Uhu Pflanzplätze freizuschneiden um anschließend Gehölze zu pflanzen, die mit ihren Blüten und Früchten mehr Abwechslung in den Speiseplan von Insekten und Vögeln bringen sollen.

Die Vorarbeiten begannen bereits vor 3 Jahren. Da wurde das Feldgehölz seitens der Gemeinde Ober-Mörlen aufgelichtet, damit wieder mehr Licht in die im unteren Bereich verkahlten Büsche und Bäume zu bringen. Auch sollten auf Stock gesetzte Gehölze wieder neu austreiben.

Eine Bestandsaufnahme der Büsche- und Baumarten ergab, dass es durchaus Sinn machen würde, weitere Gehölzarten zu setzen um die Artenvielfalt zu erhöhen.

So wurden denn noch kurz vor Weihnachten heimische Felsenbirne, Mehl- und Elsbeere, Eberesche, Pimpernuss, Hecken- und Kornelkirsche, sowie eine Zitterpappel und ein Kreuzdorn nachgepflanzt.

Das erwies sich in dem Gebiet nicht immer als einfache Aufgabe. Teilweise musste mit Pickel und Brechstange der steinige Untergrund gelockert werden. Dort wurde es auch nötig, Erde von anderer Stelle zu holen, um die vielen großen Steine zu ersetzten und somit den Wurzeln für den Anfang im Pflanzloch ein wenig mehr Nahrung zu bieten. Ein Teil der Steine wurde aber wieder am Grund der Pflanzgrube aufgeschichtet, um Luftkammern zu bilden. Nach dem Auffüllen mit Erde und dem Einsetzen des aufgelockerten Wurzelballens wurde noch ein Gießring ausgebildet und die Erde mit flachen Steinen abgedeckt um die Verdunstung zu verringern. Einige Pflanzen wurden mit einer Stütze und Verbissschutz versehen.

Wenn das Frühjahr und der Sommer in 2019 wieder trocken ausfallen, muss alle 2 Wochen gegossen werden.

So können hoffentlich in ein paar Jahren Insekten und Vögel von den nachgepflanzten Gehölzen profitieren.

Klaus Spieler

AKN spendet Äpfel an Evangelischen Kindergarten Sonnenstrahl

16.10.2018

Nachdem im Vorjahr die seit 2015 laufende Aktion des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg e.V. (AKN) "Apfelsaft für Kita Sonnenstrahl" aus organisatorischen Gründen und aus Mangel an Obst ausfallen musste, konnte dieses Jahr das Projekt in veränderter Form fortgesetzt werden.

Bedauerlicherweise konnte das Lesen der Äpfel nicht mit Beteiligung der Kindergarten-Kinder durchgeführt werden. So wurden ca. 200 kg Äpfel, die auf der AKN-Vereinsobstwiese am Usatalradweg (gepachtet von der Ev. Kirchengemeinde Langenhain-Ziegenberg) gelesen wurden, als Sachspende von Klaus Spieler an die stellvertretende Kindergartenleitung übergeben. Die Kinder staunten nicht schlecht über den Berg aus Apfelsäcken. Die stellvertretende Leiterin, bedankte sich im Namen des Kindergartens recht herzlich für die Spende.

Aus den Äpfeln (ca. 10 Sorten wie etwa Goldparmäne, Brettacher und Rheinischer Winterrambur) soll, zusammen mit den Kindern, Apfelmus, Gelee und auch Saft selber gemacht werden. So haben die Kinder auch nachhaltig etwas davon, da sie mithelfen etwas herzustellen, was sie später selber essen oder trinken können.

Das Projekt soll auch nächstes Jahr fortgeführt werden.

Klaus Spieler

Viele Gäste bei Obstsortenausstellung und AKN-Infostand im DGH am Tag der Deutschen Einheit

3. Oktober 2018

Nachdem letztes Jahr die Obstsortenausstellung des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg e.V. (AKN) mangels Früchte ausfallen musste, sind die Gäste des Mostfestes dieses Jahr wieder ob der Vielzahl der gezeigten Sorten ins Staunen geraten. Das interessierte Publikum kam aus der näheren, teils aber auch aus der weiteren Umgebung von Langenhain-Ziegenberg. So viele Personen wie dieses Jahr haben sich allerdings noch nie gleichzeitig im Raum in der Ausstellung gedrängt. Auch bei der Essensausgabe waren bald nicht mehr alle Speisen erhältlich. Alle Sitzplätze waren voll belegt.

Im siebten Jahr der Ausstellung konnte mit der Anzahl der präsentierten Sorten an 2016 angeknüpft werden: Es wurden diesmal 141 Apfel-, 28 Birnen und 4 Quittensorten gezeigt. Hinzu kamen noch 6 Wildobstarten wie Mispel und Speierling. "Wo haben Sie das alles gesammelt?" und "Kommt das alles aus der Region?", war oft als verblüffte Reaktion zu hören.

Am Probiertisch konnte man sich von der geschmacklichen Vielfalt der alten Sorten überzeugen. Herbstborsdorfer, Heuchelheimer Schneeapfel, Goldparmäne, und die erstmals zum Verzehr freigegebene Ananasrenette, konnten die Besucher mit ihren kulinarischen Eigenschaften für sich gewinnen. "Der ist aber lecker.", war daher oft vernehmen.

Eine Tabelle des BUND Lemgo zeigte die Verträglichkeit für Allergiker von alten und Supermarktsorten im Vergleich. Die Aussage ist eindeutig: Die alten Sorten werden deutlich besser vertragen.

Die ausgelegte historische Literatur wurde mit Interesse durchgeblättert. Die gemalten Früchte vereinen, im Gegensatz zu Fotos, alle typischen Eigenschaften in einem Exemplar. Plakate informierten über Befruchtung, Wildbienen, Obstsorten, und die Vielfalt der Tiere und Pflanzen der Obstwiesen.

Historische Luftbilder, alte Postkarten und eine Übersichtskarte zeigten die Langenhain-Ziegenberger Streuobstgebiete einst und jetzt und die große Bedeutung des früheren Obstanbaus für Langenhain-Ziegenberg.

Klaus Spieler, der die Ausstellung betreute, beantwortete Fragen nach anbauwürdigen Sorten, Pflege und Vermehrung. Oft wurde sich erkundigt, wo man die alten Sorten denn kaufen könnte. Da konnte auf einen örtlichen Anbieter ganz in der Nähe verwiesen werden.

Auch das Faltblatt, das die vom AKN betreuten Objekte zeigte, fand viel Beachtung.

Der Zuspruch und das lebhafte Interesse des Publikums bestätigt unser Bemühen die vielfältigen Gaben der Streuobstwiesen jedes Jahr wieder aufs neue zu präsentieren und damit Lust zu wecken selbst aktiv zu werden um neue Bäume zu pflanzen und alte zu pflegen, damit diese Vielfalt erhalten bleibt.

Deshalb bittet der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg Sie um Ihre Mithilfe. Werden Sie Mitglied und helfen Sie uns bei der Pflege unserer alten und neuen Projekte. Welche dies neben den Streuobstwiesen sind, erfahren Sie auf unserer Homepage unter www.Arbeitskreis-Naturschutz.org. Wir würden uns freuen Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Klaus Spieler

Sonnenbrand bei Fallobst?!

25.09.2018

Wer vor einer Woche Äpfel gelesen hat, dem wird es schon aufgefallen sein: Manche heruntergefallene Äpfel haben braune Stellen. Allerdings stammt die braune Färbung nicht vom Befall von Fäulnispilzen, wie sonst nach Schädigung der Frucht nach Insektenbefall oder Druckstellen vom Aufprall auf den Boden. Die Früchte mit derartigen braunen Stellen sind ansonsten unbeschädigt. Auch geht die Verfärbung nicht tief in die Frucht, sondern ist zunächst nur oberflächlich. Erst bei längerem Liegen dringen Fäulnispilze durch die geschädigte Schale ein und lösen Fäulnis aus.

Derart verfärbte Früchte findet man hauptsächlich am Süd und Südwestrand der Apfelbäume. Hier liegen die Früchte bei dem für diese Jahreszeit ungewöhnlich heißem Wetter in der prallen Sonne und sind den UV-Strahlen voll ausgesetzt. Im Schatten der Bäume und wenn die Früchte in hohes Gras gefallen sind, das die Sonneneinstrahlung mindert, ist keine oberflächliche Braunfärbung zu erkennen.

Teilweise tritt die als "Sonnenbrand" bezeichnete Verfärbung auch schon auf, wenn die Früchte noch am Baum hängen. Waren sie vorher beschattet und lösen sich dann Blätter oder benachbarte Früchte, so sind die zuvor beschatteten Stellen plötzlich der vollen Bestrahlung ausgesetzt. So manche Frucht bekommt dann "Sonnenbrand".

Was auch auffällt, dass die Verfärbung bei auf dem Boden liegenden Früchten viel häufiger vorkommt, als auf den noch am Baum hängenden. Hier scheint der Baum die Früchte irgendwie noch schützen zu können.

Derart verfärbte Früchte sind, je nach Schädigungsgrad, nur noch beschränkt zur Verarbeitung geeignet. Geht die Schädigung zu tief (Braunstelle schon sehr weich), sollten sie, wie auch sonst faules Obst, zur Saft- oder Weinherstellung nicht mehr verwendet werden. Ansonsten ist von Qualitätseinbußen bis zur Ungenießbarkeit alles möglich.

Auch sonst ist dieses Jahr einiges anders als sonst: Durch die lang anhaltende Trockenheit (Niederschläge mit weniger als 20 Liter / Quadratmeter erreichen die Baumwurzeln nicht), sind die Früchte oft kleiner und nicht so saftig wie in den vorherigen Jahren. Sie haben auch nicht immer ihren typischen Geschmack. Lagen sie längere Zeit bei diesen sommerlichen Temperaturen am Boden, so haben sie zusätzlich Feuchtigkeit und damit auch an Gewicht verloren. Das merkt man dann auch beim Wiegen. Beim Keltern ist die Saftausbeute daher auch geringer. Allerdings hat das Ganze auch ein Gutes: Der Zuckergehalt, gemessen in "Grad Öchsle" oder "Grad Brix" ist außergewöhnlich hoch.

Da das Wetter von Hochsommer auf Herbst gewechselt hat, sollte das Thema Sonnenbrand für dieses Jahr erledigt sein. Wir müssen uns aber zukünftig zunehmend auf solch extreme Wetterlagen und ihre Folgen einstellen. Das wird es den Obstbauern nicht einfacher machen.

Klaus Spieler

Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) reinigt Nistkästen

 

Am 24. Februar zogen einige AKN-Mitglieder los um die Nistkästen in der Gemarkung zu kontrollieren und zu reinigen. Dabei kann es aus gesundheitlichen Gründen nützlich sein Staubmasken zum Schutz vor Vogelkot und Milben zu tragen. Handschuhe (und Schutzbrille) schützen vor überraschten Bilchen wie Siebenschläfern, die gerne mal in Nistkästen überwintern. Unser Mitglied Helmut Ludwig hatte das über 4 Jahrzehnte alleine gemacht. Nun ist er körperlich dazu nicht mehr in der Lage. Lieber Helmut, vielen Dank für diese Lebensleistung.

Bei der Nistkastenkontrolle gab es folgende Besonderheiten:

Spechte haben die Einflugöffnungen von hölzernen Nistkästen aufgemeißelt. Hier können käufliche Metallblenden die ursprüngliche Größe wieder herstellen.

Bei Holzbetonkästen fehlte die Einschubtür und muss ersetzt werden. Hierfür könnten Waschbären verantwortlich sein. Man kann die Türen der älteren Modelle mit einem um den Kasten gewickelten Draht sichern. Neuere Kästen haben eine Sicherung, die das einfache Aufschieben verhindert. Mittlerweile gibt es auch Nistkästen mit einem gitterartigen Vorbau, der das Eingreifen von Waschbären in die Kästen verhindern soll.

Einige Holzkästen waren so stark verwittert, dass sie ersetzt werden müssen.

In einem Nachgang wurde begonnen die Nistkästen in der Gemarkung mit GPS zu erfassen.

Bleibt zu hoffen, dass mit dem Einsetzen der milderen Witterung die Kästen bald besetzt werden und genügend Insekten zur Aufzucht der Jungen zur Verfügung stehen. Mit dem Anlegen von Blühflächen (einfache, keine gefüllten Blüten), auch im eigenen Garten, kann jeder dazu etwas beitragen.

Klaus Spieler

AKN kontrolliert Winterquartiere von Fledermäusen

 

10.02.2018

Wie schon die letzten Jahre machten sich Mitglieder des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg (AKN) auf, um die ihnen bekannten Winterquartiere der Fledermäuse auf Besatz zu kontrollieren. Dabei muss behutsam vorgegangen werden um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf zu stören. Andernfalls werden sie wach und verbrauchen unnötig viel der gespeicherten Fettreserven, was dazu führen kann, dass die Tiere den Winter nicht überleben.

Wir bekamen dieses Jahr wieder Unterstützung von einer Fledermausexpertin und zwei interessierten, fachkundigen Gästen.

In dem einen Quartier, in dem wir letztes Jahr eine überwinternde Fledermaus (wahrscheinlich Bechsteinfledermaus) in einem engen Loch ausfindig gemacht hatte, blieb die Suche dieses Jahr erfolglos. Ein anderes Quartier war erwartungsgemäß unbesetzt. Bisher hatten wir nur in einem Jahr mit sehr starkem Frost dort Fledermäuse angetroffen. In einem Quartier jedoch konnten insgesamt vier Große Mausohren vorgefunden werden. Es waren allerdings nur Einzeltiere. Siehe Bild. In den vorangegangenen Jahren hingen hier manche Tiere noch in Gruppen zusammen. In den letzten 3 Jahren ging die Zahl der überwinternden Tiere kontinuierlich zurück: 2016 waren es noch 8, letztes Jahr 6 und dieses Jahr, wie gesagt, nur noch 4 Große Mausohren. Über die Gründe kann spekuliert werden. Es entspricht aber dem allgemein festzustellenden Trend.

Bleibt zu hoffen, dass die Fledermäuse den restlichen Winter gut überstehen. Geeignete Quartiere, die unbehelligt, feucht und kühl genug sind, sind für die Tiere überlebenswichtig.

Eines der Quartiere wird wohl auch gelegentlich als Wochenstube zur Aufzucht der Jungen genutzt. Davon zeugen die Kotablagerungen am Boden. Hier werden wir im Sommer die Aktivitäten beobachten.

 

Klaus Spieler

Apfelbaumsterben durch Misteln

(2017-12-12)

Dem einen oder anderen aufmerksamen Spaziergänger mag es schon aufgefallen sein: Auch im Winter erscheinen manche Apfelbäume ziemlich grün. Manche scheinen von weitem sogar dicht belaubt. Ursache ist der Befall durch Misteln, ein Halbschmarotzer, der bei uns neben Weiden meist auf Apfelbäumen vorkommt. Und das in erschreckendem Maße.

Die sprunghafte Entwicklung von der Rarität zur Massenerscheinung in gerade mal fünfzehn oder zwanzig Jahren ist bedingt durch die Abnahme der Bedeutung der Streuobstwiesen für unseren Lebensunterhalt. Früher wurden Misteln aus den Ertragsobstbeständen (auf Hochstämmen) konsequent entfernt. Ob ihrer Seltenheit stand die faszinierende Pflanze lange Zeit unter Naturschutz. Seit ihrem massenhaften Vorkommen ist das mittlerweile nicht mehr der Fall.

Misteln entziehen ihrem Wirtsbaum Nährstoffe und Wasser, betreiben aber auch mit ihrer grünen Oberfläche Photosynthese. Die Pflanze bildet männliche und weibliche unscheinbare grünlichgelbe Blüten, die von Insekten bestäubt werden. Nach der erfolgten Befruchtung bilden sich weiße Beeren.

Verbreitet werden die Misteln durch Vögel. Diese fressen während des Winters die Beeren. Dabei versuchen sie nur das Fruchtfleisch zu fressen und streifen die klebrigen Samen meist vor Ort an Ästen desselben Baumes ab, auf dem die Misteln wachsen. Werden Samen mitgefressen, passieren die schleimumhüllten Samen schnell den Verdauungstrakt der Vögel. Über die Ausscheidungen gelangen die unverdauten Samen auch auf andere Wirtsbäume.

Nach der Keimung auf der Rinde eines geeigneten Wirtsbaumes (auf der Obstwiese sind das meist Apfelbäume) dringt die Mistel in dessen Leitbahnen ein. Die noch junge, sich langsam entwickelnde Mistel, regt den Baum örtlich zu verstärktem Wachstum an. Aus der sich bildenden Verdickung wachsen Triebe in alle Richtungen. Wächst die Mistel im Laufe der Jahre heran, bildet sie ihrerseits Früchte, die zur weiteren Ausbreitung führen. Nach und nach breiten sich die Halbschmarotzer über die ganze Krone des Baumes aus. Die Mistelpflanzen können dabei Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen. Dieser Zustand wird während des Winters besonders augenfällig, wenn der unbelaubte Baum den Blick auf die immergrünen Misteln frei gibt. Ist der Baum von zahlreichen älteren Misteln besiedelt dreht sich der bei der Neubesiedelung wachstumsanregende Effekt um und die Mistel zehrt in zunehmendem Maße ihren Wirtsbaum aus. Das kann zum Absterben der Krone führen. Dies zeigt sich daran, dass sich die Misteln gelb färben, da sie vom abgestorbenen Ast nicht mehr versorgt werden.

Will man die Ausbreitung der Misteln verhindern, müssen diese konsequent entfernt werden. Sie dürfen dabei keinesfalls das Stadium erreichen, bei dem sie schon selber Beeren tragen.  Wachsen die Misteln endständig, also im äußeren Kronenbereich, können die Misteln mit einem Rückschnitt auf die nächstgelegene Gabelung entfernt werden. Der Schnitt führt zu einer Vitalisierung des Baumes, der mit verstärktem Austrieb und in der Folge höherem Fruchtansatz reagiert. Haben die Misteln bereits die tragenden Leitäste befallen ist dies jedoch nicht möglich. Hier kann man nur versuchen die Misteln astparallel zu entfernen. Sie werden aber wieder ausschlagen und nach einigen Jahren wieder fruchten.

Beim Entfernen der Misteln sind die umliegenden und speziell die darunterliegenden Astpartien darauf zu kontrollieren, ob nicht bereits Mistelsamen auf der Rinde kleben. Die sind bei der Gelegenheit auch zu entfernen (abkratzen). Oft hängen die Samen, mit eingetrockneten Schleimfäden verbunden, wie eine Perlenkette in den Ästen.

Überhaupt sollten Obstbäume regelmäßig geschnitten werden. Dass dabei die Misteln entfernt werden, sollte selbstverständlich sein. Der Baum dankt es mit mehr und schöneren Früchten. Die Mistel wird dadurch nicht ausgerottet, sondern nur in der Anzahl reduziert. Ein abgestorbener Obstbaum bietet der Mistel keinen Lebensraum mehr.

Dem zuletzt in vielen Zeitungen abgedruckten Artikel "Mistelzweige brauchen Wirtsbaum" kann nur ausdrücklich widersprochen werden. Man sollte nicht seine Obstbäume "künstlich" mit Misteln infizieren. Schneller als man es sich versieht ist der ganze Baum und anschließend auch die benachbarten Bäume befallen. Ob das dem Nachbarn dann auch so gut gefällt?

Klaus Spieler

Apfelbäume mit starkem Mistelbefall

Berichte über aktuelle Vereinsaktivitäten

Dieses Jahr keine Obstsortenausstellung

 

Wie vielen dieses Jahr schon aufgefallen sein dürfte, hängt an den Obstbäumen in unserer Gemarkung auffallend wenig Obst. Schuld daran ist die gute Ernte letztes Jahr (nach einem Vollertragsjahr setzen viele Obstbäume gerne mal ein Jahr aus – Alternanz) und den Spätfrösten im Frühjahr.

Anfangs sah es ja teilweise noch danach aus, als ob wenigstens ein paar Früchte für die geplante Ausstellung an den Bäumen hängen bleiben würden. Diese wurden aber mittlerweile von Insekten befallen, da ansonsten nur wenig Nahrung in Form von Obst für sie zur Verfügung stand, so dass die Äpfel und Birnen in der Folge faulten und vom Baum fielen.

Somit muss die diesjährige Obstsortenausstellung leider ausfallen.

Da sich die Bäume dieses Jahr bei genügend Niederschlägen gut erholen konnten, rechnen wir im nächsten Jahr mit einer umso reichhaltigeren Ernte - falls uns nicht wieder Temperaturen unter null einen Strich durch die Rechnung machen.

Dann sollte 2018 auch wieder eine Sortenausstellung das Mostfest bereichern können.

Klaus Spieler

Jahreshauptversammlung AKN

 

Am 14. März fand die Jahreshauptversammlung des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg im Alten Rathaus in Langenhain-Ziegenberg unter reger Beteiligung der zahlreich anwesenden Mitglieder statt. Im Mittelpunkt standen die Berichte des 1.Vorsitzenden Stefan Kottwitz, des Kassenwartes Klaus Spieler und der Kassenprüferin Doris Kottwitz für das Jahr 2016, sowie die Entlastung des alten und Neuwahl des neuen Vorstands sowie der Ausblick auf die Aktivitäten in 2017. Nach den Berichten wurde dem Vorstand bestehend aus Stefan Kottwitz als 1. Vorsitzenden und Dr. Erik Meyer als 2. Vorsitzenden sowie Klaus Spieler als Kassenwart und Schriftführer einstimmig Entlastung erteilt. Stefan Kottwitz bedankte sich im Namen des Vorstands für das entgegengebrachte Vertrauen.

Anschließend wurde der Vorstand turnusgemäß neugewählt: 1. Vorsitzender: Andreas (Max) Klenner, 2. Vorsitzender: Dr. Erik Meyer, Schriftführer und Kassenwart: Klaus Spieler, Kassenprüferin: Doris Kottwitz. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt. Stefan Kottwitz kandidierte aus persönlichen Gründen nicht wieder für eine Vorstandsfunktion. Ihm gilt besonderer Dank und Anerkennung für seine engagierte Tätigkeit als 1. Vorsitzender!

Der AKN besteht zurzeit aus 14 Mitgliedern. Bei unseren zahlreichen Projekten und Aktivitäten für den örtlichen Naturschutz sind weitere Mitglieder sehr erwünscht und herzlich willkommen!

Der AKN blickt auf ein sehr aktives Jahr zurück mit zahlreichen Sitzungen und vielen schweißtreibenden Arbeitseinsätzen, in denen die Mitglieder z.B. mit Mulchen, Mähen, Brombeeren jäten, Wässern, Obstbaumschnitt, Obsternte, Pflanzungen, Kontrolle und Reinigung von Steinkauzröhren und Nistkästen, laufender Hege und Pflege der Streuobstwiesen und Feuchtbiotope befasst waren. Diese Arbeiten betrafen  folgende Projekte: Streuobstwiesen, Feldgehölz und Tümpel am Muckeberg und Uhu, Geländepflege an Flugwache und Burgmannsgraben, unterschiedlichen Arbeiten in den Projekten Dicker Busch, Feuchtbiotope Blaupfützenlachen und Trieschwiesentümpel, Übchesborn, Eulenturm, Fledermausbunker, HAWOR-Erweiterungsschleife, “Junge Riesen“, Steinkäuze, Nistkästen. Als besondere Projekte sind hervorzuheben: Erfolgreiche Initiierung und Anlage der Blühwiesen am Uhu, in der Dorfwiese, am Burgmannsgraben und an der Flugwache sowie die Ergänzungseinsaaten am Muckeberg und am Steinbruch am Mühlenweg, große Obstsortenausstellung mit Preisrätsel anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubliäums im Rahmen des Mostfestes des Liederkranzes und weitere Beteiligung an der Wiederansiedlung der Bachmuschel in der Usa.

Insgesamt können die aktiven Mitglieder auf das in 2016 bewältigte gewaltige und vielseitige Arbeitspensum für den Naturschutz wieder sehr stolz sein!

Über unsere Aktivitäten gibt auch unsere Homepage www.arbeitskreis-naturschutz.org zeitnah und detailliert Auskunft.

Stefan Kottwitz bedankte sich ausdrücklich bei allen Mitgliedern für ihr Engagement und ihre Begeisterung. Besonders lobte er den erneut außergewöhnlichen Einsatz und das überragende Engagement von Klaus Spieler für den AKN und den heimischen Naturschutz und sprach diesem hierfür seine besondere Anerkennung und Dank aus.

Für 2017 hat sich der AKN neben der intensiven weiteren Betreuung der erwähnten Projekte die Gewinnung weiterer Mitglieder vorgenommen. Ferner soll die Jugendarbeit und die Zusammenarbeit mit der NABU-Gruppe Ober-Mörlen und der Notgemeinschaft Usa intensiviert werden. Besondere Aktionen werden die Fortsetzung des Projekts „Junge Riesen“ sowie die Arbeiten im Steinbruch am Mühlenweg zur Schaffung eines Trockenrasenbiotops sein. Darüber hinaus sollen Nisthilfen für Mehlschwalben am Eulenturm angebracht werden. Schließlich sollen die vom AKN betreuten Projekte mit Informationstafeln beschildert werden, um interessierten Passanten Sinn und Zweck der Aktivitäten und Projekte zu erläutern. und auf die Arbeiten des AKN aufmerksam zu machen.

Es gibt weiterhin viel für den Naturschutz in unserer Gemarkung zu tun! Und neben der gemeinsamen Arbeit in und zum Schutze unserer heimischen Natur bietet der AKN viel Spaß und Freude in einer lebendigen, freundschaftlichen Gemeinschaft. Deshalb schließen Sie sich unserem AKN an!

Die Termine der nächsten Arbeitseinsätze und Sitzung finden sich auf unserer Homepage. Oder wenden Sie sich direkt an Erik Meyer (Tel. 06032/ 784 85 77).

 

Dr. Erik Meyer

AKN kontrolliert Winterquartiere von Fledermäusen

 

Wie fast jedes Jahr machten sich Mitglieder des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg (AKN) auf, um die ihnen bekannten Winterquartiere der Fledermäuse auf Besatz zu kontrollieren. Dabei muss behutsam vorgegangen werden um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf zu stören. Andernfalls werden sie wach und verbrauchen unnötig viel der gespeicherten Fettreserven, was dazu führen kann, dass die Tiere den Winter nicht überleben.

Wir bekamen dieses Jahr Unterstützung von zwei Fledermausexperten. Nur mit deren Hilfe konnte erstmals in einem bisher leer geglaubten Quartier eine überwinternde Fledermaus (wahrscheinlich Bechsteinfledermaus) in einem engen Loch ausfindig gemacht werden. Da hätten wir nie eine Fledermaus darin vermutet. Ein Quartier war erwartungsgemäß unbesetzt, denn es war mittlerweile darin zu warm geworden. In einem Quartier jedoch konnten insgesamt sechs Große Mausohren vorgefunden werden. Wie oft beobachtet kuschelten sie sich in kleinen Gruppen zusammen. Siehe Bild.

Bleibt zu hoffen, dass die Fledermäuse den Winter gut überstehen. Geeignete Quartiere, die feucht und kühl genug sind, sind für die Tiere überlebenswichtig.

 

Klaus Spieler

Mausohren verbringen den Winter gern in kleinen Gruppen

Volles Haus bei Obstsortenausstellung und AKN-Jubiläumsinfostand im DGH am Tag der Deutschen Einheit

 

Guten Anklang fand bei den Gästen des alljährlichen Mostfestes sowohl die große Obstsortenausstellung, als auch der Jubiläums-Infostand, der anlässlich des 25jährigen Bestehens des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) stattfand. Das interessierte Publikum kam aus der näheren und weiteren Umgebung von Langenhain-Ziegenberg. Trotz durchwachsenem Wetter setzt sich der Trend mit stetig steigenden Besucherzahlen auch im 6ten Jahr der Ausstellung fort.

Ebenso kennt die Anzahl der präsentierten Sorten nur eine Richtung – nach oben. Dem, ob der gezeigten Sortenvielzahl, jedes Mal wieder aufs neue staunende Publikum, wurden diesmal 141 Apfel-, 23 Birnen und 4 Quittensorten gezeigt. "Und das ist alles aus der Region?", war oft als verblüffte Reaktion zu hören. Daneben wurde über die Verwendungsmöglichkeiten von Speierling, Mispel und Elsbeere informiert. Eine Besonderheit der Ausstellung war eine Frucht der Apfelsorte "Roter Mond", deren Fruchtfleisch leuchtend rot war. "Bei der Sorte ist alles rot – die Blüte, die Frucht, das Fruchtfleisch, die jungen Triebe, ja selbst das Laub hat einen deutlichen Rotstich. Leider ist die Sorte sehr sauer und nur zum Mosten geeignet." so Klaus Spieler, der die Ausstellung betreute und Fragen nach anbauwürdigen Sorten, Pflege und Vermehrung beantwortete.

Am Probiertisch vermochte man sich von der geschmacklichen Vielfalt der Sorten zu überzeugen. Croncels, Goldparmäne, und der erstmals zum Verzehr freigegebene Herbstborsdorfer, konnten die Besucher mit ihren kulinarischen Eigenschaften für sich gewinnen. "Der ist aber lecker.", konnte man daher oft vernehmen.

Der von "Max" Klenner und Erik Meyer betreute Infostand informierte anschaulich über die 25 Jahre seit den Anfängen des Vereins. Die vom AKN betreuten Aufgaben und Projekte wurden ausdrucksvoll in zahlreichen Bildern und wenigen Worten übersichtlich dargestellt. Eine Karte zeigte die Langenhain-Ziegenberger Streuobstgebiete einst und jetzt.

Das Jubiläumsquiz mit Fragen zum AKN wurde nach anfänglichem Zögern (Die Fragen waren dann doch nicht so schwer wie gedacht.) doch noch gut angenommen. Fast alle Teilnehmer fanden die richtigen Antworten. Da bei der Ziehung nur noch wenige Teilnehmer anwesend waren, werden die Preise zugestellt. Das kann bei weiter entfernt wohnenden Gewinnern leider etwas dauern. Wir bitten um Verständnis.

Der Zuspruch und das lebhafte Interesse des Publikums bestätigt unser Bemühen die vielfältigen Gaben der Streuobstwiesen jedes Jahr wieder aufs neue zu präsentieren und damit Lust zu wecken selbst aktiv zu werden um neue Bäume zu pflanzen und alte zu pflegen, damit diese Vielfalt erhalten bleibt.

Deshalb bittet der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg Sie um Ihre Mithilfe. Werden Sie Mitglied und helfen Sie uns bei der Pflege unserer alten und neuen Projekte. Welche dies neben den Streuobstwiesen sind, erfahren Sie auf unserer Homepage unter www.Arbeitskreis-Naturschutz.org. Wir würden uns freuen Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Blühender Hingucker in Langenhain-Ziegenberg

20.07.2016

Der Arbeitskreis Naturschutz in Langenhain-Ziegenberg (AKN) hat dort jetzt für einen echten naturkundlichen Leckerbissen gesorgt. Weil Bienen und Insekten als unverzichtbare Bestäuber immer weniger Nahrungsquellen finden und deshalb in ihrem Bestand äußerst gefährdet sind, haben die dortigen Naturschützer vom AKN direkt an der B 275 ein Paradies für Bienen, Insekten, Vögel und menschliche Augen geschaffen. Dieses kann als Vorbild für alle Gartenbesitzer, Gemeindeverwaltungen, Landwirte und weitere mit der Gestaltung der Natur Befasste gelten, durch das Anlegen von Blühflächen dem beängstigenden Artensterben der so notwendigen heimischen Bestäuber entgegenzuwirken.

Auf der kürzlich angelegten Blühwiese blüht eine für Bienen, Insekten und Vögel attraktive und nährreiche, auch optisch sehr beeindruckende (s. Fotos) Blumen- und Pflanzenpracht aus 55 unterschiedlichen Arten, darunter z.B. Gelb-,Rot- und Weißklee, Ringel- und Kornblumen, Koreander, Luzerne, Sonnenblumen, Malven etc..

Interessierte Naturliebhaber sollten sich diese Pracht auch als Vorbild für eigene Aktivitäten nicht entgehen lassen. Sie finden die Blühwiese leicht direkt an der B 275, ungefähr dort, wo die Hauptstraße auf die Bundesstraße stößt.

Der AKN hilft gerne mit Informationen zur Anlegung einer Blühwiese (Klaus Spieler, Tel. 06002/930357).

Dr. Erik Meyer, AKN Langenhain-Ziegenberg

Pflegeeinsatz auf der Blühwiese am Uhu

09.07.2016

Nachdem auf der Fläche am Uhu nach der diesjährigen Aussaat die ersten Pflanzen blühen, mussten wir leider feststellen, dass die noch im Boden verbliebenen Brombeerwurzeln teilweiseweise wieder ausgeschlagen haben. Damit die Enden bei feuchter Witterung nicht gleich wieder Wurzeln schlagen und die sich somit noch weiter ausbreiten, wurden in einem Arbeitseinsatz die Brombeeren mit der Spitzhacke möglichst mit der Wurzel entfernt. Brennnesseln wurden ebenfalls beseitigt.

Bei der Gelegenheit konnten auch noch vom Regen freigespülte größere Steine abgelesen und dem vorhandenen Steinhaufen zugefügt werden. Wärmeliebende Eidechsen oder Schlangen wird es freuen. Aber auch die zur Pflege der Fläche eingesetzten Maschinen werden so vor Schaden bewahrt.

AKN schafft blühende Landschaften

20.05.2016

Einige mögen sich bereits gewundert haben, warum Flächen in der Dorfwiese, am Uhu und dem Feldgehölz Flugwache umgebrochen wurden. Die Erklärung ist recht einfach: Der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) hat sich nach der Auftaktveranstaltung "Blühende Inseln in Stadt und Land" am 13. Oktober 2015 zum Ziel gesetzt Wiesen zum Blühen und zu bringen und damit Insekten wieder eine Nahrungsquelle und den Menschen eine Augenweide zu bieten. Unsere Agrarlandschaft verarmt leider zusehends an Tier- und Pflanzenarten. Diese sind zunehmend auf neu geschaffene Biotope angewiesen.

 

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ober-Mörlen und dem Naturschutzfonds Wetterau wurden Flächen ausgewählt, die für die Anlage von Blühwiesen geeignet sind. Auch wurde dem AKN die Fläche einer Privatperson zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt. Nachdem das Saatbett von ortsansässigen Landwirten bestellt wurde konnten mit einer alten Sämaschine die Blühmischungen ausgebracht werden. Der Großteil des Saatguts wurde von der Gemeinde Ober-Mörlen und dem Naturschutzfonds Wetterau finanziert.

Bei dem verwendeten Saatgut handelt es sich um regionale Samenmischungen, die für unsere Region (Klima, Boden) geeignet sind. Zudem werden sie in Deutschland produziert. Zuchtsaatgut hat oft die unangenehme Eigenschaft konkurrenzschwächere heimische Pflanzen zu verdrängen.

Man hätte auch Saatgut von einer sogenannten Spenderfläche gewinnen können. In unserer näheren Umgebung sind solche artenreichen Flächen aber nur schwer zu finden.

Nun hoffen wir auf eine Regenperiode, damit das Saatgut auch bald aufgeht und wir uns in unserem Jubiläumsjahr (25 Jahre) schon bald über ein Blütenmeer freuen können. Spätestens im nächsten Jahr sollte das aber der Fall sein.

Umfangreicher Arbeitseinsatz des AKN bei Feldgehölzen

20.02.2016

Nach Abzug des Schneeregengebiets startete der Arbeitseinsatz des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) am 20. Februar mit anderthalbstündiger Verspätung. Bei teilweise böigem Wind wurde zunächst das Tage zuvor angefallene Schnittgut am Feldgehölz Flugwache aufgeladen. Die auf die benachbarten Grundstücke überhängenden Äste mussten zurückgeschnitten werden.

Danach ging es weiter zum Burgmannsgraben. Auch hier war ein Rückschnitt der auf den Weg überhängenden Äste notwendig geworden. Bereits im Januar hatten Mitarbeiter des Bauhofs mit schwerem Gerät die Äste eingekürzt und den direkt am Weg liegenden Streifen auf Stock gesetzt. Da beim Einsatz der Maschinen die Äste nicht mit glattem Schnitt abgetrennt wurden und teilweise gesplittert sind, musste per Hand, teilweise auf der Leiter stehend, mit der Säge nachgeschnitten werden. So können die Wunden besser und schneller verheilen.

Bei dieser Gelegenheit wurden noch 6 Nistkästen in den Bäumen aufgehängt.

Damit war die Arbeit aber noch nicht beendet.

Beim Gehölzstreifen oberhalb des Feuchtbiotops in der Obstwiese am "Muckeberg", hatte der Sturm an der Wurzel abgefaulte, und somit abgestorbene Gehölzstangen, umgeworfen. Die Stangen wurden aus dem Gebiet herausgetragen, mit der Säge auf handliche Länge zerlegt und ebenfalls aufgeladen. Das gab einen stattlichen Wagen voll Holz.

Außerdem wurde noch ein Müllsack mit Überbleibseln der menschlichen Zivilisation eingesammelt. Nach insgesamt 5 Stunden war der Arbeitseinsatz beendet und das Arbeitsteam zufrieden und erschöpft.

Klaus Spieler

AKN kontrolliert Winterquartiere von Fledermäusen

 

2016-02-24

Wie fast jedes Jahr machten sich Mitglieder des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg (AKN) auf, um die ihnen bekannten Winterquartiere der Fledermäuse auf Besatz zu kontrollieren. Dabei muss behutsam vorgegangen werden um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf zu stören. Andernfalls werden sie wach und verbrauchen unnötig viel der gespeicherten Fettreserven, was dazu führen kann, dass die Tiere den Winter nicht überleben.

Der milde Winter ließ eigentlich wenig auf Erfolg hoffen. Einige Quartiere wurden denn auch unbesetzt vorgefunden. Bei einem jedoch war die Freude groß. Insgesamt acht Große Mausohren hatten sich an einem Ort zusammengefunden um den Winter gemeinsam zu verbringen. 3 Exemplare bevorzugten es einzeln zu hängen, 5 weitere kuschelten sich zusammen. Siehe Bild. Bechsteinfledermäuse, wie sie vor Jahren vereinzelt aufgefunden werden konnten, waren diesmal nicht dabei.

Bleibt zu hoffen, dass die Fledermauspopulationen nicht unter den milden Wintern zu leiden haben, weil sie nicht richtig zur Ruhe kommen, aber auch keine Nahrung erbeuten können. Geeignete Quartiere, die feucht und kühl genug sind, sind für die Tiere überlebenswichtig.

 

Klaus Spieler

5 Große Mausohren im Winterschlaf (Bild K. Spieler)

Aktuelles

Von der Dorfwiese über den Muckeberg zum Uhu

AKN lädt ein zu einer Wanderung zu seinen Projekten rund um Langenhain-Ziegenberg

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Nächster Arbeitseinsatz

Gießen der nachgepflanzten Gehölze am Uhu

Termin wird noch bekannt gegeben

Nächstes Treffen:

Achtung!

Augustsitzung fällt aus.

Wir treffen uns wieder am

04. Sept., 2019, 20.00 Uhr im

Alten Rathaus Langenhain (Im Lettig 2)

Große Obstsortenausstellung

und Probieräpfel im

DGH beim Mostfest am

 03. Oktober 2019

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