Viele Gäste bei Obstsortenausstellung und AKN-Infostand im DGH am Tag der Deutschen Einheit

3. Oktober 2018

Nachdem letztes Jahr die Obstsortenausstellung des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg e.V. (AKN) mangels Früchte ausfallen musste, sind die Gäste des Mostfestes dieses Jahr wieder ob der Vielzahl der gezeigten Sorten ins Staunen geraten. Das interessierte Publikum kam aus der näheren, teils aber auch aus der weiteren Umgebung von Langenhain-Ziegenberg. So viele Personen wie dieses Jahr haben sich allerdings noch nie gleichzeitig im Raum in der Ausstellung gedrängt. Auch bei der Essensausgabe waren bald nicht mehr alle Speisen erhältlich. Alle Sitzplätze waren voll belegt.

Im siebten Jahr der Ausstellung konnte mit der Anzahl der präsentierten Sorten an 2016 angeknüpft werden: Es wurden diesmal 141 Apfel-, 28 Birnen und 4 Quittensorten gezeigt. Hinzu kamen noch 6 Wildobstarten wie Mispel und Speierling. "Wo haben Sie das alles gesammelt?" und "Kommt das alles aus der Region?", war oft als verblüffte Reaktion zu hören.

Am Probiertisch konnte man sich von der geschmacklichen Vielfalt der alten Sorten überzeugen. Herbstborsdorfer, Heuchelheimer Schneeapfel, Goldparmäne, und die erstmals zum Verzehr freigegebene Ananasrenette, konnten die Besucher mit ihren kulinarischen Eigenschaften für sich gewinnen. "Der ist aber lecker.", war daher oft vernehmen.

Eine Tabelle des BUND Lemgo zeigte die Verträglichkeit für Allergiker von alten und Supermarktsorten im Vergleich. Die Aussage ist eindeutig: Die alten Sorten werden deutlich besser vertragen.

Die ausgelegte historische Literatur wurde mit Interesse durchgeblättert. Die gemalten Früchte vereinen, im Gegensatz zu Fotos, alle typischen Eigenschaften in einem Exemplar. Plakate informierten über Befruchtung, Wildbienen, Obstsorten, und die Vielfalt der Tiere und Pflanzen der Obstwiesen.

Historische Luftbilder, alte Postkarten und eine Übersichtskarte zeigten die Langenhain-Ziegenberger Streuobstgebiete einst und jetzt und die große Bedeutung des früheren Obstanbaus für Langenhain-Ziegenberg.

Klaus Spieler, der die Ausstellung betreute, beantwortete Fragen nach anbauwürdigen Sorten, Pflege und Vermehrung. Oft wurde sich erkundigt, wo man die alten Sorten denn kaufen könnte. Da konnte auf einen örtlichen Anbieter ganz in der Nähe verwiesen werden.

Auch das Faltblatt, das die vom AKN betreuten Objekte zeigte, fand viel Beachtung.

Der Zuspruch und das lebhafte Interesse des Publikums bestätigt unser Bemühen die vielfältigen Gaben der Streuobstwiesen jedes Jahr wieder aufs neue zu präsentieren und damit Lust zu wecken selbst aktiv zu werden um neue Bäume zu pflanzen und alte zu pflegen, damit diese Vielfalt erhalten bleibt.

Deshalb bittet der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg Sie um Ihre Mithilfe. Werden Sie Mitglied und helfen Sie uns bei der Pflege unserer alten und neuen Projekte. Welche dies neben den Streuobstwiesen sind, erfahren Sie auf unserer Homepage unter www.Arbeitskreis-Naturschutz.org. Wir würden uns freuen Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Klaus Spieler

Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) reinigt Nistkästen

 

Am 24. Februar zogen einige AKN-Mitglieder los um die Nistkästen in der Gemarkung zu kontrollieren und zu reinigen. Dabei kann es aus gesundheitlichen Gründen nützlich sein Staubmasken zum Schutz vor Vogelkot und Milben zu tragen. Handschuhe (und Schutzbrille) schützen vor überraschten Bilchen wie Siebenschläfern, die gerne mal in Nistkästen überwintern. Unser Mitglied Helmut Ludwig hatte das über 4 Jahrzehnte alleine gemacht. Nun ist er körperlich dazu nicht mehr in der Lage. Lieber Helmut, vielen Dank für diese Lebensleistung.

Bei der Nistkastenkontrolle gab es folgende Besonderheiten:

Spechte haben die Einflugöffnungen von hölzernen Nistkästen aufgemeißelt. Hier können käufliche Metallblenden die ursprüngliche Größe wieder herstellen.

Bei Holzbetonkästen fehlte die Einschubtür und muss ersetzt werden. Hierfür könnten Waschbären verantwortlich sein. Man kann die Türen der älteren Modelle mit einem um den Kasten gewickelten Draht sichern. Neuere Kästen haben eine Sicherung, die das einfache Aufschieben verhindert. Mittlerweile gibt es auch Nistkästen mit einem gitterartigen Vorbau, der das Eingreifen von Waschbären in die Kästen verhindern soll.

Einige Holzkästen waren so stark verwittert, dass sie ersetzt werden müssen.

In einem Nachgang wurde begonnen die Nistkästen in der Gemarkung mit GPS zu erfassen.

Bleibt zu hoffen, dass mit dem Einsetzen der milderen Witterung die Kästen bald besetzt werden und genügend Insekten zur Aufzucht der Jungen zur Verfügung stehen. Mit dem Anlegen von Blühflächen (einfache, keine gefüllten Blüten), auch im eigenen Garten, kann jeder dazu etwas beitragen.

Klaus Spieler

AKN kontrolliert Winterquartiere von Fledermäusen

 

10.02.2018

Wie schon die letzten Jahre machten sich Mitglieder des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg (AKN) auf, um die ihnen bekannten Winterquartiere der Fledermäuse auf Besatz zu kontrollieren. Dabei muss behutsam vorgegangen werden um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf zu stören. Andernfalls werden sie wach und verbrauchen unnötig viel der gespeicherten Fettreserven, was dazu führen kann, dass die Tiere den Winter nicht überleben.

Wir bekamen dieses Jahr wieder Unterstützung von einer Fledermausexpertin und zwei interessierten, fachkundigen Gästen.

In dem einen Quartier, in dem wir letztes Jahr eine überwinternde Fledermaus (wahrscheinlich Bechsteinfledermaus) in einem engen Loch ausfindig gemacht hatte, blieb die Suche dieses Jahr erfolglos. Ein anderes Quartier war erwartungsgemäß unbesetzt. Bisher hatten wir nur in einem Jahr mit sehr starkem Frost dort Fledermäuse angetroffen. In einem Quartier jedoch konnten insgesamt vier Große Mausohren vorgefunden werden. Es waren allerdings nur Einzeltiere. Siehe Bild. In den vorangegangenen Jahren hingen hier manche Tiere noch in Gruppen zusammen. In den letzten 3 Jahren ging die Zahl der überwinternden Tiere kontinuierlich zurück: 2016 waren es noch 8, letztes Jahr 6 und dieses Jahr, wie gesagt, nur noch 4 Große Mausohren. Über die Gründe kann spekuliert werden. Es entspricht aber dem allgemein festzustellenden Trend.

Bleibt zu hoffen, dass die Fledermäuse den restlichen Winter gut überstehen. Geeignete Quartiere, die unbehelligt, feucht und kühl genug sind, sind für die Tiere überlebenswichtig.

Eines der Quartiere wird wohl auch gelegentlich als Wochenstube zur Aufzucht der Jungen genutzt. Davon zeugen die Kotablagerungen am Boden. Hier werden wir im Sommer die Aktivitäten beobachten.

 

Klaus Spieler

Apfelbaumsterben durch Misteln

(2017-12-12)

Dem einen oder anderen aufmerksamen Spaziergänger mag es schon aufgefallen sein: Auch im Winter erscheinen manche Apfelbäume ziemlich grün. Manche scheinen von weitem sogar dicht belaubt. Ursache ist der Befall durch Misteln, ein Halbschmarotzer, der bei uns neben Weiden meist auf Apfelbäumen vorkommt. Und das in erschreckendem Maße.

Die sprunghafte Entwicklung von der Rarität zur Massenerscheinung in gerade mal fünfzehn oder zwanzig Jahren ist bedingt durch die Abnahme der Bedeutung der Streuobstwiesen für unseren Lebensunterhalt. Früher wurden Misteln aus den Ertragsobstbeständen (auf Hochstämmen) konsequent entfernt. Ob ihrer Seltenheit stand die faszinierende Pflanze lange Zeit unter Naturschutz. Seit ihrem massenhaften Vorkommen ist das mittlerweile nicht mehr der Fall.

Misteln entziehen ihrem Wirtsbaum Nährstoffe und Wasser, betreiben aber auch mit ihrer grünen Oberfläche Photosynthese. Die Pflanze bildet männliche und weibliche unscheinbare grünlichgelbe Blüten, die von Insekten bestäubt werden. Nach der erfolgten Befruchtung bilden sich weiße Beeren.

Verbreitet werden die Misteln durch Vögel. Diese fressen während des Winters die Beeren. Dabei versuchen sie nur das Fruchtfleisch zu fressen und streifen die klebrigen Samen meist vor Ort an Ästen desselben Baumes ab, auf dem die Misteln wachsen. Werden Samen mitgefressen, passieren die schleimumhüllten Samen schnell den Verdauungstrakt der Vögel. Über die Ausscheidungen gelangen die unverdauten Samen auch auf andere Wirtsbäume.

Nach der Keimung auf der Rinde eines geeigneten Wirtsbaumes (auf der Obstwiese sind das meist Apfelbäume) dringt die Mistel in dessen Leitbahnen ein. Die noch junge, sich langsam entwickelnde Mistel, regt den Baum örtlich zu verstärktem Wachstum an. Aus der sich bildenden Verdickung wachsen Triebe in alle Richtungen. Wächst die Mistel im Laufe der Jahre heran, bildet sie ihrerseits Früchte, die zur weiteren Ausbreitung führen. Nach und nach breiten sich die Halbschmarotzer über die ganze Krone des Baumes aus. Die Mistelpflanzen können dabei Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen. Dieser Zustand wird während des Winters besonders augenfällig, wenn der unbelaubte Baum den Blick auf die immergrünen Misteln frei gibt. Ist der Baum von zahlreichen älteren Misteln besiedelt dreht sich der bei der Neubesiedelung wachstumsanregende Effekt um und die Mistel zehrt in zunehmendem Maße ihren Wirtsbaum aus. Das kann zum Absterben der Krone führen. Dies zeigt sich daran, dass sich die Misteln gelb färben, da sie vom abgestorbenen Ast nicht mehr versorgt werden.

Will man die Ausbreitung der Misteln verhindern, müssen diese konsequent entfernt werden. Sie dürfen dabei keinesfalls das Stadium erreichen, bei dem sie schon selber Beeren tragen.  Wachsen die Misteln endständig, also im äußeren Kronenbereich, können die Misteln mit einem Rückschnitt auf die nächstgelegene Gabelung entfernt werden. Der Schnitt führt zu einer Vitalisierung des Baumes, der mit verstärktem Austrieb und in der Folge höherem Fruchtansatz reagiert. Haben die Misteln bereits die tragenden Leitäste befallen ist dies jedoch nicht möglich. Hier kann man nur versuchen die Misteln astparallel zu entfernen. Sie werden aber wieder ausschlagen und nach einigen Jahren wieder fruchten.

Beim Entfernen der Misteln sind die umliegenden und speziell die darunterliegenden Astpartien darauf zu kontrollieren, ob nicht bereits Mistelsamen auf der Rinde kleben. Die sind bei der Gelegenheit auch zu entfernen (abkratzen). Oft hängen die Samen, mit eingetrockneten Schleimfäden verbunden, wie eine Perlenkette in den Ästen.

Überhaupt sollten Obstbäume regelmäßig geschnitten werden. Dass dabei die Misteln entfernt werden, sollte selbstverständlich sein. Der Baum dankt es mit mehr und schöneren Früchten. Die Mistel wird dadurch nicht ausgerottet, sondern nur in der Anzahl reduziert. Ein abgestorbener Obstbaum bietet der Mistel keinen Lebensraum mehr.

Dem zuletzt in vielen Zeitungen abgedruckten Artikel "Mistelzweige brauchen Wirtsbaum" kann nur ausdrücklich widersprochen werden. Man sollte nicht seine Obstbäume "künstlich" mit Misteln infizieren. Schneller als man es sich versieht ist der ganze Baum und anschließend auch die benachbarten Bäume befallen. Ob das dem Nachbarn dann auch so gut gefällt?

Klaus Spieler

Apfelbäume mit starkem Mistelbefall

Berichte über aktuelle Vereinsaktivitäten

Dieses Jahr keine Obstsortenausstellung

 

Wie vielen dieses Jahr schon aufgefallen sein dürfte, hängt an den Obstbäumen in unserer Gemarkung auffallend wenig Obst. Schuld daran ist die gute Ernte letztes Jahr (nach einem Vollertragsjahr setzen viele Obstbäume gerne mal ein Jahr aus – Alternanz) und den Spätfrösten im Frühjahr.

Anfangs sah es ja teilweise noch danach aus, als ob wenigstens ein paar Früchte für die geplante Ausstellung an den Bäumen hängen bleiben würden. Diese wurden aber mittlerweile von Insekten befallen, da ansonsten nur wenig Nahrung in Form von Obst für sie zur Verfügung stand, so dass die Äpfel und Birnen in der Folge faulten und vom Baum fielen.

Somit muss die diesjährige Obstsortenausstellung leider ausfallen.

Da sich die Bäume dieses Jahr bei genügend Niederschlägen gut erholen konnten, rechnen wir im nächsten Jahr mit einer umso reichhaltigeren Ernte - falls uns nicht wieder Temperaturen unter null einen Strich durch die Rechnung machen.

Dann sollte 2018 auch wieder eine Sortenausstellung das Mostfest bereichern können.

Klaus Spieler

Jahreshauptversammlung AKN

 

Am 14. März fand die Jahreshauptversammlung des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg im Alten Rathaus in Langenhain-Ziegenberg unter reger Beteiligung der zahlreich anwesenden Mitglieder statt. Im Mittelpunkt standen die Berichte des 1.Vorsitzenden Stefan Kottwitz, des Kassenwartes Klaus Spieler und der Kassenprüferin Doris Kottwitz für das Jahr 2016, sowie die Entlastung des alten und Neuwahl des neuen Vorstands sowie der Ausblick auf die Aktivitäten in 2017. Nach den Berichten wurde dem Vorstand bestehend aus Stefan Kottwitz als 1. Vorsitzenden und Dr. Erik Meyer als 2. Vorsitzenden sowie Klaus Spieler als Kassenwart und Schriftführer einstimmig Entlastung erteilt. Stefan Kottwitz bedankte sich im Namen des Vorstands für das entgegengebrachte Vertrauen.

Anschließend wurde der Vorstand turnusgemäß neugewählt: 1. Vorsitzender: Andreas (Max) Klenner, 2. Vorsitzender: Dr. Erik Meyer, Schriftführer und Kassenwart: Klaus Spieler, Kassenprüferin: Doris Kottwitz. Alle Vorstandsmitglieder wurden einstimmig gewählt. Stefan Kottwitz kandidierte aus persönlichen Gründen nicht wieder für eine Vorstandsfunktion. Ihm gilt besonderer Dank und Anerkennung für seine engagierte Tätigkeit als 1. Vorsitzender!

Der AKN besteht zurzeit aus 14 Mitgliedern. Bei unseren zahlreichen Projekten und Aktivitäten für den örtlichen Naturschutz sind weitere Mitglieder sehr erwünscht und herzlich willkommen!

Der AKN blickt auf ein sehr aktives Jahr zurück mit zahlreichen Sitzungen und vielen schweißtreibenden Arbeitseinsätzen, in denen die Mitglieder z.B. mit Mulchen, Mähen, Brombeeren jäten, Wässern, Obstbaumschnitt, Obsternte, Pflanzungen, Kontrolle und Reinigung von Steinkauzröhren und Nistkästen, laufender Hege und Pflege der Streuobstwiesen und Feuchtbiotope befasst waren. Diese Arbeiten betrafen  folgende Projekte: Streuobstwiesen, Feldgehölz und Tümpel am Muckeberg und Uhu, Geländepflege an Flugwache und Burgmannsgraben, unterschiedlichen Arbeiten in den Projekten Dicker Busch, Feuchtbiotope Blaupfützenlachen und Trieschwiesentümpel, Übchesborn, Eulenturm, Fledermausbunker, HAWOR-Erweiterungsschleife, “Junge Riesen“, Steinkäuze, Nistkästen. Als besondere Projekte sind hervorzuheben: Erfolgreiche Initiierung und Anlage der Blühwiesen am Uhu, in der Dorfwiese, am Burgmannsgraben und an der Flugwache sowie die Ergänzungseinsaaten am Muckeberg und am Steinbruch am Mühlenweg, große Obstsortenausstellung mit Preisrätsel anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubliäums im Rahmen des Mostfestes des Liederkranzes und weitere Beteiligung an der Wiederansiedlung der Bachmuschel in der Usa.

Insgesamt können die aktiven Mitglieder auf das in 2016 bewältigte gewaltige und vielseitige Arbeitspensum für den Naturschutz wieder sehr stolz sein!

Über unsere Aktivitäten gibt auch unsere Homepage www.arbeitskreis-naturschutz.org zeitnah und detailliert Auskunft.

Stefan Kottwitz bedankte sich ausdrücklich bei allen Mitgliedern für ihr Engagement und ihre Begeisterung. Besonders lobte er den erneut außergewöhnlichen Einsatz und das überragende Engagement von Klaus Spieler für den AKN und den heimischen Naturschutz und sprach diesem hierfür seine besondere Anerkennung und Dank aus.

Für 2017 hat sich der AKN neben der intensiven weiteren Betreuung der erwähnten Projekte die Gewinnung weiterer Mitglieder vorgenommen. Ferner soll die Jugendarbeit und die Zusammenarbeit mit der NABU-Gruppe Ober-Mörlen und der Notgemeinschaft Usa intensiviert werden. Besondere Aktionen werden die Fortsetzung des Projekts „Junge Riesen“ sowie die Arbeiten im Steinbruch am Mühlenweg zur Schaffung eines Trockenrasenbiotops sein. Darüber hinaus sollen Nisthilfen für Mehlschwalben am Eulenturm angebracht werden. Schließlich sollen die vom AKN betreuten Projekte mit Informationstafeln beschildert werden, um interessierten Passanten Sinn und Zweck der Aktivitäten und Projekte zu erläutern. und auf die Arbeiten des AKN aufmerksam zu machen.

Es gibt weiterhin viel für den Naturschutz in unserer Gemarkung zu tun! Und neben der gemeinsamen Arbeit in und zum Schutze unserer heimischen Natur bietet der AKN viel Spaß und Freude in einer lebendigen, freundschaftlichen Gemeinschaft. Deshalb schließen Sie sich unserem AKN an!

Die Termine der nächsten Arbeitseinsätze und Sitzung finden sich auf unserer Homepage. Oder wenden Sie sich direkt an Erik Meyer (Tel. 06032/ 784 85 77).

 

Dr. Erik Meyer

AKN kontrolliert Winterquartiere von Fledermäusen

 

Wie fast jedes Jahr machten sich Mitglieder des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg (AKN) auf, um die ihnen bekannten Winterquartiere der Fledermäuse auf Besatz zu kontrollieren. Dabei muss behutsam vorgegangen werden um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf zu stören. Andernfalls werden sie wach und verbrauchen unnötig viel der gespeicherten Fettreserven, was dazu führen kann, dass die Tiere den Winter nicht überleben.

Wir bekamen dieses Jahr Unterstützung von zwei Fledermausexperten. Nur mit deren Hilfe konnte erstmals in einem bisher leer geglaubten Quartier eine überwinternde Fledermaus (wahrscheinlich Bechsteinfledermaus) in einem engen Loch ausfindig gemacht werden. Da hätten wir nie eine Fledermaus darin vermutet. Ein Quartier war erwartungsgemäß unbesetzt, denn es war mittlerweile darin zu warm geworden. In einem Quartier jedoch konnten insgesamt sechs Große Mausohren vorgefunden werden. Wie oft beobachtet kuschelten sie sich in kleinen Gruppen zusammen. Siehe Bild.

Bleibt zu hoffen, dass die Fledermäuse den Winter gut überstehen. Geeignete Quartiere, die feucht und kühl genug sind, sind für die Tiere überlebenswichtig.

 

Klaus Spieler

Mausohren verbringen den Winter gern in kleinen Gruppen

Volles Haus bei Obstsortenausstellung und AKN-Jubiläumsinfostand im DGH am Tag der Deutschen Einheit

 

Guten Anklang fand bei den Gästen des alljährlichen Mostfestes sowohl die große Obstsortenausstellung, als auch der Jubiläums-Infostand, der anlässlich des 25jährigen Bestehens des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) stattfand. Das interessierte Publikum kam aus der näheren und weiteren Umgebung von Langenhain-Ziegenberg. Trotz durchwachsenem Wetter setzt sich der Trend mit stetig steigenden Besucherzahlen auch im 6ten Jahr der Ausstellung fort.

Ebenso kennt die Anzahl der präsentierten Sorten nur eine Richtung – nach oben. Dem, ob der gezeigten Sortenvielzahl, jedes Mal wieder aufs neue staunende Publikum, wurden diesmal 141 Apfel-, 23 Birnen und 4 Quittensorten gezeigt. "Und das ist alles aus der Region?", war oft als verblüffte Reaktion zu hören. Daneben wurde über die Verwendungsmöglichkeiten von Speierling, Mispel und Elsbeere informiert. Eine Besonderheit der Ausstellung war eine Frucht der Apfelsorte "Roter Mond", deren Fruchtfleisch leuchtend rot war. "Bei der Sorte ist alles rot – die Blüte, die Frucht, das Fruchtfleisch, die jungen Triebe, ja selbst das Laub hat einen deutlichen Rotstich. Leider ist die Sorte sehr sauer und nur zum Mosten geeignet." so Klaus Spieler, der die Ausstellung betreute und Fragen nach anbauwürdigen Sorten, Pflege und Vermehrung beantwortete.

Am Probiertisch vermochte man sich von der geschmacklichen Vielfalt der Sorten zu überzeugen. Croncels, Goldparmäne, und der erstmals zum Verzehr freigegebene Herbstborsdorfer, konnten die Besucher mit ihren kulinarischen Eigenschaften für sich gewinnen. "Der ist aber lecker.", konnte man daher oft vernehmen.

Der von "Max" Klenner und Erik Meyer betreute Infostand informierte anschaulich über die 25 Jahre seit den Anfängen des Vereins. Die vom AKN betreuten Aufgaben und Projekte wurden ausdrucksvoll in zahlreichen Bildern und wenigen Worten übersichtlich dargestellt. Eine Karte zeigte die Langenhain-Ziegenberger Streuobstgebiete einst und jetzt.

Das Jubiläumsquiz mit Fragen zum AKN wurde nach anfänglichem Zögern (Die Fragen waren dann doch nicht so schwer wie gedacht.) doch noch gut angenommen. Fast alle Teilnehmer fanden die richtigen Antworten. Da bei der Ziehung nur noch wenige Teilnehmer anwesend waren, werden die Preise zugestellt. Das kann bei weiter entfernt wohnenden Gewinnern leider etwas dauern. Wir bitten um Verständnis.

Der Zuspruch und das lebhafte Interesse des Publikums bestätigt unser Bemühen die vielfältigen Gaben der Streuobstwiesen jedes Jahr wieder aufs neue zu präsentieren und damit Lust zu wecken selbst aktiv zu werden um neue Bäume zu pflanzen und alte zu pflegen, damit diese Vielfalt erhalten bleibt.

Deshalb bittet der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg Sie um Ihre Mithilfe. Werden Sie Mitglied und helfen Sie uns bei der Pflege unserer alten und neuen Projekte. Welche dies neben den Streuobstwiesen sind, erfahren Sie auf unserer Homepage unter www.Arbeitskreis-Naturschutz.org. Wir würden uns freuen Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Blühender Hingucker in Langenhain-Ziegenberg

20.07.2016

Der Arbeitskreis Naturschutz in Langenhain-Ziegenberg (AKN) hat dort jetzt für einen echten naturkundlichen Leckerbissen gesorgt. Weil Bienen und Insekten als unverzichtbare Bestäuber immer weniger Nahrungsquellen finden und deshalb in ihrem Bestand äußerst gefährdet sind, haben die dortigen Naturschützer vom AKN direkt an der B 275 ein Paradies für Bienen, Insekten, Vögel und menschliche Augen geschaffen. Dieses kann als Vorbild für alle Gartenbesitzer, Gemeindeverwaltungen, Landwirte und weitere mit der Gestaltung der Natur Befasste gelten, durch das Anlegen von Blühflächen dem beängstigenden Artensterben der so notwendigen heimischen Bestäuber entgegenzuwirken.

Auf der kürzlich angelegten Blühwiese blüht eine für Bienen, Insekten und Vögel attraktive und nährreiche, auch optisch sehr beeindruckende (s. Fotos) Blumen- und Pflanzenpracht aus 55 unterschiedlichen Arten, darunter z.B. Gelb-,Rot- und Weißklee, Ringel- und Kornblumen, Koreander, Luzerne, Sonnenblumen, Malven etc..

Interessierte Naturliebhaber sollten sich diese Pracht auch als Vorbild für eigene Aktivitäten nicht entgehen lassen. Sie finden die Blühwiese leicht direkt an der B 275, ungefähr dort, wo die Hauptstraße auf die Bundesstraße stößt.

Der AKN hilft gerne mit Informationen zur Anlegung einer Blühwiese (Klaus Spieler, Tel. 06002/930357).

Dr. Erik Meyer, AKN Langenhain-Ziegenberg

Pflegeeinsatz auf der Blühwiese am Uhu

09.07.2016

Nachdem auf der Fläche am Uhu nach der diesjährigen Aussaat die ersten Pflanzen blühen, mussten wir leider feststellen, dass die noch im Boden verbliebenen Brombeerwurzeln teilweiseweise wieder ausgeschlagen haben. Damit die Enden bei feuchter Witterung nicht gleich wieder Wurzeln schlagen und die sich somit noch weiter ausbreiten, wurden in einem Arbeitseinsatz die Brombeeren mit der Spitzhacke möglichst mit der Wurzel entfernt. Brennnesseln wurden ebenfalls beseitigt.

Bei der Gelegenheit konnten auch noch vom Regen freigespülte größere Steine abgelesen und dem vorhandenen Steinhaufen zugefügt werden. Wärmeliebende Eidechsen oder Schlangen wird es freuen. Aber auch die zur Pflege der Fläche eingesetzten Maschinen werden so vor Schaden bewahrt.

AKN schafft blühende Landschaften

20.05.2016

Einige mögen sich bereits gewundert haben, warum Flächen in der Dorfwiese, am Uhu und dem Feldgehölz Flugwache umgebrochen wurden. Die Erklärung ist recht einfach: Der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) hat sich nach der Auftaktveranstaltung "Blühende Inseln in Stadt und Land" am 13. Oktober 2015 zum Ziel gesetzt Wiesen zum Blühen und zu bringen und damit Insekten wieder eine Nahrungsquelle und den Menschen eine Augenweide zu bieten. Unsere Agrarlandschaft verarmt leider zusehends an Tier- und Pflanzenarten. Diese sind zunehmend auf neu geschaffene Biotope angewiesen.

 

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ober-Mörlen und dem Naturschutzfonds Wetterau wurden Flächen ausgewählt, die für die Anlage von Blühwiesen geeignet sind. Auch wurde dem AKN die Fläche einer Privatperson zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt. Nachdem das Saatbett von ortsansässigen Landwirten bestellt wurde konnten mit einer alten Sämaschine die Blühmischungen ausgebracht werden. Der Großteil des Saatguts wurde von der Gemeinde Ober-Mörlen und dem Naturschutzfonds Wetterau finanziert.

Bei dem verwendeten Saatgut handelt es sich um regionale Samenmischungen, die für unsere Region (Klima, Boden) geeignet sind. Zudem werden sie in Deutschland produziert. Zuchtsaatgut hat oft die unangenehme Eigenschaft konkurrenzschwächere heimische Pflanzen zu verdrängen.

Man hätte auch Saatgut von einer sogenannten Spenderfläche gewinnen können. In unserer näheren Umgebung sind solche artenreichen Flächen aber nur schwer zu finden.

Nun hoffen wir auf eine Regenperiode, damit das Saatgut auch bald aufgeht und wir uns in unserem Jubiläumsjahr (25 Jahre) schon bald über ein Blütenmeer freuen können. Spätestens im nächsten Jahr sollte das aber der Fall sein.

Umfangreicher Arbeitseinsatz des AKN bei Feldgehölzen

20.02.2016

Nach Abzug des Schneeregengebiets startete der Arbeitseinsatz des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) am 20. Februar mit anderthalbstündiger Verspätung. Bei teilweise böigem Wind wurde zunächst das Tage zuvor angefallene Schnittgut am Feldgehölz Flugwache aufgeladen. Die auf die benachbarten Grundstücke überhängenden Äste mussten zurückgeschnitten werden.

Danach ging es weiter zum Burgmannsgraben. Auch hier war ein Rückschnitt der auf den Weg überhängenden Äste notwendig geworden. Bereits im Januar hatten Mitarbeiter des Bauhofs mit schwerem Gerät die Äste eingekürzt und den direkt am Weg liegenden Streifen auf Stock gesetzt. Da beim Einsatz der Maschinen die Äste nicht mit glattem Schnitt abgetrennt wurden und teilweise gesplittert sind, musste per Hand, teilweise auf der Leiter stehend, mit der Säge nachgeschnitten werden. So können die Wunden besser und schneller verheilen.

Bei dieser Gelegenheit wurden noch 6 Nistkästen in den Bäumen aufgehängt.

Damit war die Arbeit aber noch nicht beendet.

Beim Gehölzstreifen oberhalb des Feuchtbiotops in der Obstwiese am "Muckeberg", hatte der Sturm an der Wurzel abgefaulte, und somit abgestorbene Gehölzstangen, umgeworfen. Die Stangen wurden aus dem Gebiet herausgetragen, mit der Säge auf handliche Länge zerlegt und ebenfalls aufgeladen. Das gab einen stattlichen Wagen voll Holz.

Außerdem wurde noch ein Müllsack mit Überbleibseln der menschlichen Zivilisation eingesammelt. Nach insgesamt 5 Stunden war der Arbeitseinsatz beendet und das Arbeitsteam zufrieden und erschöpft.

Klaus Spieler

AKN kontrolliert Winterquartiere von Fledermäusen

 

2016-02-24

Wie fast jedes Jahr machten sich Mitglieder des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg (AKN) auf, um die ihnen bekannten Winterquartiere der Fledermäuse auf Besatz zu kontrollieren. Dabei muss behutsam vorgegangen werden um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf zu stören. Andernfalls werden sie wach und verbrauchen unnötig viel der gespeicherten Fettreserven, was dazu führen kann, dass die Tiere den Winter nicht überleben.

Der milde Winter ließ eigentlich wenig auf Erfolg hoffen. Einige Quartiere wurden denn auch unbesetzt vorgefunden. Bei einem jedoch war die Freude groß. Insgesamt acht Große Mausohren hatten sich an einem Ort zusammengefunden um den Winter gemeinsam zu verbringen. 3 Exemplare bevorzugten es einzeln zu hängen, 5 weitere kuschelten sich zusammen. Siehe Bild. Bechsteinfledermäuse, wie sie vor Jahren vereinzelt aufgefunden werden konnten, waren diesmal nicht dabei.

Bleibt zu hoffen, dass die Fledermauspopulationen nicht unter den milden Wintern zu leiden haben, weil sie nicht richtig zur Ruhe kommen, aber auch keine Nahrung erbeuten können. Geeignete Quartiere, die feucht und kühl genug sind, sind für die Tiere überlebenswichtig.

 

Klaus Spieler

5 Große Mausohren im Winterschlaf (Bild K. Spieler)

Aktuelles

Viele Gäste bei Obstsortenaus-stellung und AKN-Infostand im DGH am 3. Oktober

Nachdem letztes Jahr die Obstsortenausstellung des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg e.V. (AKN) mangels Früchte ausfallen musste, sind die Gäste des Mostfestes dieses Jahr wieder ob der Vielzahl der gezeigten Sorten ins Staunen geraten... Weiter geht es hier

Nächster Arbeitseinsatz

wird noch bekannt gegeben

Nächstes Treffen:

Nächste Sitzung:

13. Nov. 2018, 20.00 Uhr,

Altes Rathaus in Langenhain

Große Obstsortenausstellung

und Probieräpfel im

DGH beim Mostfest am

 03. Oktober 2019

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