Apfelernte bei strahlendem Sonnenschein

Am Montag, den 12. Oktober war es endlich soweit. Bei eisigen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein, trafen die Kinder der Kita Sonnenstrahl mit Ihren Betreuerinnen auf der AKN-Obstwiese am Uhu ein. Die anwesenden AKN-Mitglieder nahmen sie herzlich in Empfang. Nachdem die ersten Äpfel geschüttelt waren, konnte das Einsammeln beginnen. Alle waren eifrig dabei die roten, grünen und gelben Äpfel in die mitgebrachten Eimer und Körbe einzusammeln. Manche der Kinder ließen sich auch nicht von beim Schütteln herabfallenden Äpfeln zurückhalten. Die gefüllten Körbe wurden in einen großen Kunststoffsack, einen sogenannten Bigbag, geleert, wobei darauf geachtet wurde, versehentlich mitgelesene angefaulte Früchte auszusortieren. Der Bigbag, der auf einem Pkw-Anhänger stand, füllte sich zusehends. Als fast alle Äpfel auf dem Grundstück gelesen waren, schaute die Presse in Person von Frau Ramona Domogalla vorbei, die eifrig Bilder schoss.

Da für die Kinder der Weg zur Obstwiese am Radweg (Muckeberg) zu weit war, begaben sich eine Betreuerin und die AKN-Mitglieder alleine dorthin. Hier wurde der Sack noch richtig voll- und anschließend zugemacht. Es blieben sogar noch ein paar Äpfel übrig. Am Nachmittag wurde der Bigbag, mit geschätzten 550 kg Inhalt,  bei der Kelterei Rote Pumpe in Nieder-Mörlen abgeliefert.

Am darauffolgenden Mittwoch um 11 Uhr trafen sich alle in der Kelterei Rote Pumpe wieder. Die Kita-Kinder und ihre Betreuerinnen waren mit dem Linienbus angereist. Das war schon ein Abenteuer für sich. Unter dem Dach über der Kelter, das vor dem nasskalten Nieselregen schützte, begrüßte Uli Schwabe die Kinder, ihre Betreuerinnen und die dazugekommenen AKN-Mitglieder und erklärte ihnen anschließend anschaulich die einzelnen Schritte des Keltervorgangs. Alle staunten, als der Sack mit den Äpfeln mit einem Gabelstapler in die Höhe gehievt wurde und die Äpfel unten durch einen breiten Auslauf über eine Rutsche ins Wasserbad kullerten. Die gewaschenen Äpfel wurden dann auf eine Reibe befördert, wo sie zu Apfelbrei zermahlen wurden. Jeder durfte dann schon mal probieren. Wenn man den Brei mit der Hand zusammendrückte, lief bereits der Saft heraus. Der Apfelbrei gelangte durch einen Trichter auf die Bandpresse, wo der Saft zwischen den zusammen gepressten Bändern in eine Auffangschale lief. Laut Uli Schwabe beträgt die Saftausbeute zwischen 60 und 70 Prozent. Jetzt konnten alle den frisch gepressten Apfelsaft probieren. Das ließ sich kaum einer entgehen. Wie süß der Saft war ließ sich anhand eines Handrefraktometers bestimmen: Der Zuckergehalt betrug erstaunliche 72° Öchsle! "Das liegt an dem warmen und trockenem Sommer" meinte Schwabe. Der Saft wurde von der Auffangschale in ein bereitstehendes Fass gepumpt. Die Kinder und Ihre Betreuerinnen mussten nun leider schon mit dem nächsten Bus zur Kita zurückfahren und wurden herzlich verabschiedet.

Die AKN-Mitglieder ließen sich noch das Haltbarmachen (Pasteurisieren) des Apfelsafts erklären. Über einen von einer Gasheizungsanlagen aufgeheizten Plattenwärmetauscher, wird der Saft im Gegenstrom so lange erhitzt bis er eine Temperatur von 78°C erreicht hat. Dann wird er über eine entsprechende Abfüllanlage in 3-, 5- oder 10-Liter Beutel gefüllt. Die mit einem Auslaufventil versehenen Beutel kühlen dann in einer großlöchrigen Kiste rasch ab. Je schneller das passiert, desto besser die erzielte Qualität und desto mehr der wertvollen Inhaltsstoffe bleiben erhalten.

Der Apfelsaft konnte ein paar Tage später von Kita-Mitarbeitern  abgeholt werden.

Nun können die Kinder das ganze Jahr, bis zur nächsten Ernte, den Saft aus den selbst gelesenen Äpfeln genießen. Es war eine rundum gelungene Aktion für alle Beteiligten.

Aktuelles

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Nachdem letztes Jahr die Obstsortenausstellung des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg e.V. (AKN) mangels Früchte ausfallen musste, sind die Gäste des Mostfestes dieses Jahr wieder ob der Vielzahl der gezeigten Sorten ins Staunen geraten... Weiter geht es hier

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 03. Oktober 2019

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