AKN pflanzt Blühgehölze am Uhu nach

 

27.12.2018

Am Wochenende vor Weihnachten machten sich auf, sieben Arbeitskreis Naturschutz-Mitglieder um in den Auflichtungen am Feldgehölz Uhu Pflanzplätze freizuschneiden um anschließend Gehölze zu pflanzen, die mit ihren Blüten und Früchten mehr Abwechslung in den Speiseplan von Insekten und Vögeln bringen sollen.

Die Vorarbeiten begannen bereits vor 3 Jahren. Da wurde das Feldgehölz seitens der Gemeinde Ober-Mörlen aufgelichtet, damit wieder mehr Licht in die im unteren Bereich verkahlten Büsche und Bäume zu bringen. Auch sollten auf Stock gesetzte Gehölze wieder neu austreiben.

Eine Bestandsaufnahme der Büsche- und Baumarten ergab, dass es durchaus Sinn machen würde, weitere Gehölzarten zu setzen um die Artenvielfalt zu erhöhen.

So wurden denn noch kurz vor Weihnachten heimische Felsenbirne, Mehl- und Elsbeere, Eberesche, Pimpernuss, Hecken- und Kornelkirsche, sowie eine Zitterpappel und ein Kreuzdorn nachgepflanzt.

Das erwies sich in dem Gebiet nicht immer als einfache Aufgabe. Teilweise musste mit Pickel und Brechstange der steinige Untergrund gelockert werden. Dort wurde es auch nötig, Erde von anderer Stelle zu holen, um die vielen großen Steine zu ersetzten und somit den Wurzeln für den Anfang im Pflanzloch ein wenig mehr Nahrung zu bieten. Ein Teil der Steine wurde aber wieder am Grund der Pflanzgrube aufgeschichtet, um Luftkammern zu bilden. Nach dem Auffüllen mit Erde und dem Einsetzen des aufgelockerten Wurzelballens wurde noch ein Gießring ausgebildet und die Erde mit flachen Steinen abgedeckt um die Verdunstung zu verringern. Einige Pflanzen wurden mit einer Stütze und Verbissschutz versehen.

Wenn das Frühjahr und der Sommer in 2019 wieder trocken ausfallen, muss alle 2 Wochen gegossen werden.

So können hoffentlich in ein paar Jahren Insekten und Vögel von den nachgepflanzten Gehölzen profitieren.

Klaus Spieler

KN spendet Äpfel an Evangelischen Kindergarten Sonnenstrahl

 

16.10.2018

Nachdem im Vorjahr die seit 2015 laufende Aktion des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg e.V. (AKN) "Apfelsaft für Kita Sonnenstrahl" aus organisatorischen Gründen und aus Mangel an Obst ausfallen musste, konnte dieses Jahr das Projekt in veränderter Form fortgesetzt werden.

Bedauerlicherweise konnte das Lesen der Äpfel nicht mit Beteiligung der Kindergarten-Kinder durchgeführt werden. So wurden ca. 200 kg Äpfel, die auf der AKN-Vereinsobstwiese am Usatalradweg (gepachtet von der Ev. Kirchengemeinde Langenhain-Ziegenberg) gelesen wurden, als Sachspende von Klaus Spieler an die stellvertretende Kindergartenleitung übergeben. Die Kinder staunten nicht schlecht über den Berg aus Apfelsäcken. Die stellvertretende Leiterin, bedankte sich im Namen des Kindergartens recht herzlich für die Spende.

Aus den Äpfeln (ca. 10 Sorten wie etwa Goldparmäne, Brettacher und Rheinischer Winterrambur) soll, zusammen mit den Kindern, Apfelmus, Gelee und auch Saft selber gemacht werden. So haben die Kinder auch nachhaltig etwas davon, da sie mithelfen etwas herzustellen, was sie später selber essen oder trinken können.

Das Projekt soll auch nächstes Jahr fortgeführt werden.

Klaus Spieler

Viele Gäste bei Obstsortenausstellung und AKN-Infostand im DGH am Tag der Deutschen Einheit

 

3. Oktober 2018

Nachdem letztes Jahr die Obstsortenausstellung des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg e.V. (AKN) mangels Früchte ausfallen musste, sind die Gäste des Mostfestes dieses Jahr wieder ob der Vielzahl der gezeigten Sorten ins Staunen geraten. Das interessierte Publikum kam aus der näheren, teils aber auch aus der weiteren Umgebung von Langenhain-Ziegenberg. So viele Personen wie dieses Jahr haben sich allerdings noch nie gleichzeitig im Raum in der Ausstellung gedrängt. Auch bei der Essensausgabe waren bald nicht mehr alle Speisen erhältlich. Alle Sitzplätze waren voll belegt.

Im siebten Jahr der Ausstellung konnte mit der Anzahl der präsentierten Sorten an 2016 angeknüpft werden: Es wurden diesmal 141 Apfel-, 28 Birnen und 4 Quittensorten gezeigt. Hinzu kamen noch 6 Wildobstarten wie Mispel und Speierling. "Wo haben Sie das alles gesammelt?" und "Kommt das alles aus der Region?", war oft als verblüffte Reaktion zu hören.

Am Probiertisch konnte man sich von der geschmacklichen Vielfalt der alten Sorten überzeugen. Herbstborsdorfer, Heuchelheimer Schneeapfel, Goldparmäne, und die erstmals zum Verzehr freigegebene Ananasrenette, konnten die Besucher mit ihren kulinarischen Eigenschaften für sich gewinnen. "Der ist aber lecker.", war daher oft vernehmen.

Eine Tabelle des BUND Lemgo zeigte die Verträglichkeit für Allergiker von alten und Supermarktsorten im Vergleich. Die Aussage ist eindeutig: Die alten Sorten werden deutlich besser vertragen.

Die ausgelegte historische Literatur wurde mit Interesse durchgeblättert. Die gemalten Früchte vereinen, im Gegensatz zu Fotos, alle typischen Eigenschaften in einem Exemplar. Plakate informierten über Befruchtung, Wildbienen, Obstsorten, und die Vielfalt der Tiere und Pflanzen der Obstwiesen.

Historische Luftbilder, alte Postkarten und eine Übersichtskarte zeigten die Langenhain-Ziegenberger Streuobstgebiete einst und jetzt und die große Bedeutung des früheren Obstanbaus für Langenhain-Ziegenberg.

Klaus Spieler, der die Ausstellung betreute, beantwortete Fragen nach anbauwürdigen Sorten, Pflege und Vermehrung. Oft wurde sich erkundigt, wo man die alten Sorten denn kaufen könnte. Da konnte auf einen örtlichen Anbieter ganz in der Nähe verwiesen werden.

Auch das Faltblatt, das die vom AKN betreuten Objekte zeigte, fand viel Beachtung.

Der Zuspruch und das lebhafte Interesse des Publikums bestätigt unser Bemühen die vielfältigen Gaben der Streuobstwiesen jedes Jahr wieder aufs neue zu präsentieren und damit Lust zu wecken selbst aktiv zu werden um neue Bäume zu pflanzen und alte zu pflegen, damit diese Vielfalt erhalten bleibt.

Deshalb bittet der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg Sie um Ihre Mithilfe. Werden Sie Mitglied und helfen Sie uns bei der Pflege unserer alten und neuen Projekte. Welche dies neben den Streuobstwiesen sind, erfahren Sie auf unserer Homepage unter www.Arbeitskreis-Naturschutz.org. Wir würden uns freuen Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Klaus Spieler

 

 

Sonnenbrand bei Fallobst?!

 

25.09.2018

Wer vor einer Woche Äpfel gelesen hat, dem wird es schon aufgefallen sein: Manche heruntergefallene Äpfel haben braune Stellen. Allerdings stammt die braune Färbung nicht vom Befall von Fäulnispilzen, wie sonst nach Schädigung der Frucht nach Insektenbefall oder Druckstellen vom Aufprall auf den Boden. Die Früchte mit derartigen braunen Stellen sind ansonsten unbeschädigt. Auch geht die Verfärbung nicht tief in die Frucht, sondern ist zunächst nur oberflächlich. Erst bei längerem Liegen dringen Fäulnispilze durch die geschädigte Schale ein und lösen Fäulnis aus.

Derart verfärbte Früchte findet man hauptsächlich am Süd und Südwestrand der Apfelbäume. Hier liegen die Früchte bei dem für diese Jahreszeit ungewöhnlich heißem Wetter in der prallen Sonne und sind den UV-Strahlen voll ausgesetzt. Im Schatten der Bäume und wenn die Früchte in hohes Gras gefallen sind, das die Sonneneinstrahlung mindert, ist keine oberflächliche Braunfärbung zu erkennen.

Teilweise tritt die als "Sonnenbrand" bezeichnete Verfärbung auch schon auf, wenn die Früchte noch am Baum hängen. Waren sie vorher beschattet und lösen sich dann Blätter oder benachbarte Früchte, so sind die zuvor beschatteten Stellen plötzlich der vollen Bestrahlung ausgesetzt. So manche Frucht bekommt dann "Sonnenbrand".

Was auch auffällt, dass die Verfärbung bei auf dem Boden liegenden Früchten viel häufiger vorkommt, als auf den noch am Baum hängenden. Hier scheint der Baum die Früchte irgendwie noch schützen zu können.

Derart verfärbte Früchte sind, je nach Schädigungsgrad, nur noch beschränkt zur Verarbeitung geeignet. Geht die Schädigung zu tief (Braunstelle schon sehr weich), sollten sie, wie auch sonst faules Obst, zur Saft- oder Weinherstellung nicht mehr verwendet werden. Ansonsten ist von Qualitätseinbußen bis zur Ungenießbarkeit alles möglich.

Auch sonst ist dieses Jahr einiges anders als sonst: Durch die lang anhaltende Trockenheit (Niederschläge mit weniger als 20 Liter / Quadratmeter erreichen die Baumwurzeln nicht), sind die Früchte oft kleiner und nicht so saftig wie in den vorherigen Jahren. Sie haben auch nicht immer ihren typischen Geschmack. Lagen sie längere Zeit bei diesen sommerlichen Temperaturen am Boden, so haben sie zusätzlich Feuchtigkeit und damit auch an Gewicht verloren. Das merkt man dann auch beim Wiegen. Beim Keltern ist die Saftausbeute daher auch geringer. Allerdings hat das Ganze auch ein Gutes: Der Zuckergehalt, gemessen in "Grad Öchsle" oder "Grad Brix" ist außergewöhnlich hoch.

Da das Wetter von Hochsommer auf Herbst gewechselt hat, sollte das Thema Sonnenbrand für dieses Jahr erledigt sein. Wir müssen uns aber zukünftig zunehmend auf solch extreme Wetterlagen und ihre Folgen einstellen. Das wird es den Obstbauern nicht einfacher machen.

Klaus Spieler

Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) reinigt Nistkästen

 

Am 24. Februar zogen einige AKN-Mitglieder los um die Nistkästen in der Gemarkung zu kontrollieren und zu reinigen. Dabei kann es aus gesundheitlichen Gründen nützlich sein Staubmasken zum Schutz vor Vogelkot und Milben zu tragen. Handschuhe (und Schutzbrille) schützen vor überraschten Bilchen wie Siebenschläfern, die gerne mal in Nistkästen überwintern. Unser Mitglied Helmut Ludwig hatte das über 4 Jahrzehnte alleine gemacht. Nun ist er körperlich dazu nicht mehr in der Lage. Lieber Helmut, vielen Dank für diese Lebensleistung.

Bei der Nistkastenkontrolle gab es folgende Besonderheiten:

Spechte haben die Einflugöffnungen von hölzernen Nistkästen aufgemeißelt. Hier können käufliche Metallblenden die ursprüngliche Größe wieder herstellen.

Bei Holzbetonkästen fehlte die Einschubtür und muss ersetzt werden. Hierfür könnten Waschbären verantwortlich sein. Man kann die Türen der älteren Modelle mit einem um den Kasten gewickelten Draht sichern. Neuere Kästen haben eine Sicherung, die das einfache Aufschieben verhindert. Mittlerweile gibt es auch Nistkästen mit einem gitterartigen Vorbau, der das Eingreifen von Waschbären in die Kästen verhindern soll.

Einige Holzkästen waren so stark verwittert, dass sie ersetzt werden müssen.

In einem Nachgang wurde begonnen die Nistkästen in der Gemarkung mit GPS zu erfassen.

Bleibt zu hoffen, dass mit dem Einsetzen der milderen Witterung die Kästen bald besetzt werden und genügend Insekten zur Aufzucht der Jungen zur Verfügung stehen. Mit dem Anlegen von Blühflächen (einfache, keine gefüllten Blüten), auch im eigenen Garten, kann jeder dazu etwas beitragen.

Klaus Spieler

 

 

AKN kontrolliert Winterquartiere von Fledermäusen

 

10.02.2018

Wie schon die letzten Jahre machten sich Mitglieder des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain Ziegenberg (AKN) auf, um die ihnen bekannten Winterquartiere der Fledermäuse auf Besatz zu kontrollieren. Dabei muss behutsam vorgegangen werden um die Tiere nicht in ihrem Winterschlaf zu stören. Andernfalls werden sie wach und verbrauchen unnötig viel der gespeicherten Fettreserven, was dazu führen kann, dass die Tiere den Winter nicht überleben.

Wir bekamen dieses Jahr wieder Unterstützung von einer Fledermausexpertin und zwei interessierten, fachkundigen Gästen.

In dem einen Quartier, in dem wir letztes Jahr eine überwinternde Fledermaus (wahrscheinlich Bechsteinfledermaus) in einem engen Loch ausfindig gemacht hatte, blieb die Suche dieses Jahr erfolglos. Ein anderes Quartier war erwartungsgemäß unbesetzt. Bisher hatten wir nur in einem Jahr mit sehr starkem Frost dort Fledermäuse angetroffen. In einem Quartier jedoch konnten insgesamt vier Große Mausohren vorgefunden werden. Es waren allerdings nur Einzeltiere. Siehe Bild. In den vorangegangenen Jahren hingen hier manche Tiere noch in Gruppen zusammen. In den letzten 3 Jahren ging die Zahl der überwinternden Tiere kontinuierlich zurück: 2016 waren es noch 8, letztes Jahr 6 und dieses Jahr, wie gesagt, nur noch 4 Große Mausohren. Über die Gründe kann spekuliert werden. Es entspricht aber dem allgemein festzustellenden Trend.

Bleibt zu hoffen, dass die Fledermäuse den restlichen Winter gut überstehen. Geeignete Quartiere, die unbehelligt, feucht und kühl genug sind, sind für die Tiere überlebenswichtig.

Eines der Quartiere wird wohl auch gelegentlich als Wochenstube zur Aufzucht der Jungen genutzt. Davon zeugen die Kotablagerungen am Boden. Hier werden wir im Sommer die Aktivitäten beobachten.

Klaus Spieler

 

Der AKN lädt am 03.12.2022 um 10 Uhr zum Aushacken der Brombeeren auf den Blühwiesen am Uhu ein.. 

weiter geht es hier...

 

Am 09.10.2022 besuchten Mitglieder und Gäste des AKN den Streuobstlehrpfad in 

in Nieder-Mörlen

Nächstes Treffen:

Am Mittwoch, den 07.12.2022 findet unser Jahresabschlusstreffen

im Casa Carlos statt.

 

Ausgezeichnet mit dem Bürgerpreis Oberhessen im Wetteraukreis in der Kategorie Alltagshelden.

Wir sind Mitglied der