Presseberichte 2014

AKN-Steinbruchbiotop freigeräumt

(2014-12-06)

Am Nikolaustag mussten die Stiefel schnell geleert werden, denn die wurden gleich wieder für einen Arbeitseinsatz im Steinbruch am Radweg gebraucht. Hier soll sich ein artenreiches Trockenrasenbiotop entwickeln, aber es stört schon seit einiger Zeit ein Haufen aus einem illegal abgelagerten Gemisch aus Bauschutt, Schotter und humoser Erde. Da das Gemisch zu nährstoffreich für den angestrebten Biotoptyp ist, wachsen auf dem Haufen hauptsächlich Brennnesseln.

Der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) war mit der Gemeinde Ober-Mörlen übereingekommen, dass der Haufen beseitigt werden sollte. Die Gemeinde wollte ihn bei Gelegenheit, im Rahmen von gleichartigen Maßnahmen, abfahren lassen. Die Gelegenheit ergab sich aber nicht. Daher wurde nach einer neuen Lösung gesucht. Diese bestand nun darin, dass ein Unternehmen einen Container aufstellt, die Gemeinde die Kosten hierfür übernimmt und der AKN die Befüllung organisiert. Da wegen räumlicher Enge kein großer Traktor mit Frontlader eingesetzt werden konnte, kam der Hecklader eines Vereinsmitglieds zum Einsatz.

In fast drei Stunden konnte so ein 7 m3 fassender Container gefüllt werden. Da nicht genügend Mitglieder an diesem Termin zur Verfügung standen, wurde die kurzfristige Hilfe eines befreundeten Mitglieds der "Stammtischfreunde Historischer Traktoren Langenhain-Ziegenberg", das beim Befüllen der Schaufel half, dankbar angenommen.

Nun kann das Gelände hoffentlich bald mit Baumstämmen abgesperrt, eine Ruhebank aufgestellt und eine Infotafel installiert werden, um den Passanten zu signalisieren, dass es sich hier um ein schützenswertes Biotop und nicht um eine Müllkippe handelt.

 

Große Obstsortenausstellung im DGH

(2014-10-03)

Bereits zum vierten Mal seit 2011 präsentierte der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) am Tag der Deutschen Einheit im Dorfgemeinschaftshaus eine große Obstsortenaus-stellung im Rahmen des wieder gut besuchten Mostfests.

 

Gezeigt wurden 116 Apfelsorten. Ergänzend waren noch 12 Birnen- und 3 Quittensorten, sowie Speierling und Mispel als Wildobstarten zu sehen. Die von Klaus Spieler gesammelten Früchte stammen alle aus der Gemarkung Langenhain-Ziegenberg.

Es wurden auch Sorten ausgestellt, die es möglicherweise nur in unserer Region gibt. So stammen sie wahrscheinlich von aus Trester selbstgezogenen Sämlingen, deren Früchte gewünschte Eigenschaften aufwiesen und die anschließend über Veredelungen in geringer Stückzahl vermehrt und in unserer Gemarkung gepflanzt wurden. Meist gibt es davon nicht mehr als 3 bekannte Bäume einer Sorte. Beispiele hierfür sind die mit einem sogenannten Arbeitstitel versehenen Sorten Langenhainer Streifling und Langenhainer Zitronenapfel. Auch gibt es manch einen Sämling, der es wert wäre zur Sorte gemacht zu werden. Zu erwähnen ist hier Erichs Knackstiel, ein sehr aromatischer Tafelapfel, der von Mitte Oktober bis Ende November folgernd reift und frisch vom Baum ausgezeichnet schmeckt.

Es gab einen Probiertisch mit Goldparmäne, Heuchelheimer Schneeapfel und Croncels, wovon der Heuchelheimer Schneeapfel am beliebtesten war.

Neben einer Sammlung historischer Beschreibungen und Bildern von Apfel- und Birnensorten konnte man auch in Gedichten rund um die verschiedenen Obstsorten schmökern. Außerdem wurden die „6 Richtige“ vorgestellt, ein Aufpreisprojekt für Naturschutzvereine, in Zusammenarbeit mit der Kelterei Rote Pumpe, an dem auch der AKN beteiligt ist.

Klaus Spieler beantwortete Fragen zur Sortenauswahl, Neupflanzungen, Baumgesundheit und Schnitt und wies auf den Unterschied von Pflück- und Genussreife der verschiedenen Sorten hin.

Oft waren die Besucher erstaunt, dass man reife Speierlinge (Sorbus domestica) auch essen kann. Der Saft der im unreifen Zustand bitteren, ungenießbaren Früchte wird gelegentlich dem Apfelwein zur Klärung zugesetzt. Im reifen Zustand sind die Früchte braun und fühlen sich unter der ledrigen Schale teigig an. Man hält sie in diesem Zustand für verdorben oder faul. Die so als Drecksäcke bezeichneten Früchte sind im Gegenteil hocharomatisch, leicht säuerlich und können zu Mus, Marmelade, Speierlingsbrot, Speierlingsbrand und vielen anderen leckeren Speisen verarbeitet werden.

Am Ende der Veranstaltung konnte sich der AKN über die bisher größte Anzahl an Besuchern aus Nah und Fern freuen.

Wanderung zu AKN-Projekten

(2014-05-29)

Trotz drohendem Regen trafen sich am 29. Juni rund 30 interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Ober-Mörlen und den Nachbargemeinden zu einer Wanderung. Sie wollten sich vor Ort über die Aktivitäten des AKN anhand von einigen Projekten informieren.

Stefan Kottwitz begrüßte als erster Vorsitzender die bestens gerüsteten Wanderer und gab einen kurzen Rückblick über Gründung und Werdegang des Arbeitskreises und seiner Zielsetzung.

Der zweite Vorsitzende Erik Meyer erläuterte die Motivation des AKN der "Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute" beizutreten und diese mit der Ausweisung einer Erweiterungsschleife über Ziegenberg, Wiesental und Fauerbach zu bereichern.

Los ging es dann auf dem Usatalradweg Richtung Ober-Mörlen. An der ersten Station der Exkursion erläuterte Kottwitz das Biotop am ehemaligen Steinbruch: Der in Südlage befindliche Bereich wurde vor 3 Jahren im Auftrag der Gemeinde Ober-Mörlen freigestellt und zusätzlich vom AKN von Brombeerranken und Schwarzdorn befreit. Danach erfolgte die Ausbringung einer standortgemäßen Saatgutmischung um dort die Entwicklung eines artenreichen Trockenrasenbiotops zu erreichen.

Auf dem Weg zum nächsten Projekt erläuterte Kottwitz die Bemühungen des AKN im Bereich des FFH-Gebiets Usaaue.

Klaus Spieler beschrieb das Projekt Übchesborntümpel, das vom ASV Ober-Mörlen angelegt und später vom AKN übernommen wurde. Erst kürzlich musste der Mönch (zur Regulierung des Wasserstands) wieder neu hergerichtet werden.

An der Obstwiese am "Muckeberg" angekommen beschrieb Kottwitz die historische Nutzung als Viehweide und die jetzige partielle Umgestaltung hin zu einer Streuobstwiese. Ein eingelagertes Feuchtgebiet und nasse Senken bereichern die Vegetation mit typischen Pflanzen. Andere Teile der Fläche sind eher flachgründig und trocken, was sich an einer artenreichen Flora zeigt. Somit ist das von der evangelischen Kirchengemeinde gepachtete Gebiet reich an Lebensräumen. Die Besucher nutzten die Gelegenheit, von den gerade reif gewordenen Kirschen zu naschen.

Hangaufwärts führte nun die Wanderung über Graswege zum Burgmannsgraben. Dieser wurde in den 60erJahren in seiner jetzigen Ausrichtung angelegt. Der Graben wurde teilweise mit Steinen ausgekleidet. Die Bepflanzung mit Büschen und niedrig bleibenden Bäumen erfolgte 1994 durch den AKN aus Mitteln des "Hessischen Feldholzinselprogramms für Gemeinden". Objekte dieser Art bilden artenreiche Trittsteinbiotope für Flora und Fauna in reinen landwirtschaftlichen Gebieten bzw. verbinden isolierte Gebiete zwecks genetischen Austauschs.

Nach Überquerung des geteerten Mörler Wegs ging es dann weiter zur Flugwache von wo die Besucher den herrlichen Ausblick auf die Umgebung genießen konnten. Bei dem Grundstück handelt es sich um ein vom Naturschutzfonds Wetterau 1996 angelegtes Feldgehölz. Der nach Westen geschlossene und nach Osten hin lückige Baumbestand dient als Rückzugsgebiet für Tiere der Feldflur und als sogenannter Trittstein für wandernde Tierarten. Durch den magereren und meist trockenen Boden kam es anfangs häufig zum Absterben der gesetzten Pflanzen. Daher übernahm der AKN im Herbst 1996 Nachpflanzungen, das Wässern, das Anbringen von Verbissschutz und das einmal im Herbst stattfindende Mulchen der Fläche. Das bessere geeignete Abfahren des Schnittgutes (Ausmagerung) konnte bisher nicht organisiert werden.

Die Exkursion setzte sich zur Obstwiese am Uhu fort. Dabei wurde der Streuobstgürtel oberhalb Langenhains passiert, der für dieses Jahr eine reiche Apfelernte verspricht. An der Obstwiese angekommen, erläuterte Holger Fischer die Funktion der angelegten Stein- und Holzhaufen. Diese dienen als Rückzugsgebiete für wärmeliebende Reptilien. Der die Obstwiese im Norden flankierende, angelegte artenreiche Gehölzstreifen soll dieses Biotop schützen und bereichern. Fischer führte die vom AKN 1999 gepflanzten Obstsorten auf, die als Eigenbedarf im Herbst von den Vereinsmitgliedern geerntet werden können und benannte einige seltene Sträucher der Hecke. Daran schließt sich das große Vogelgehölz mit der darin liegenden Äsungswiese an. Allein an dieser Stelle kann man sich somit über fünf wertvolle Biotop-Typen freuen.

Mit herrlicher Aussicht auf den Taunus bedankte sich hier Kottwitz bei den Besuchern für Ihre Ausdauer und das dem Wirken des AKN entgegen gebrachte Interesse.

 

Die Teilnehmer der Wanderung, die wider Erwarten vom Regen verschont blieben, spendeten reichlich Applaus. Vielleicht hat es dem einen oder anderen so gut gefallen, dass er eine Mitwirkung im AKN in Erwägung zieht. Der AKN steht dafür gerne als Gesprächspartner zur Verfügung.

 

Vom Uhu aus führte der Weg durch das Streuobstgebiet am Kirchweg (Verlängerung "Hinter der Wickengasse") wieder zurück zum Ausgangspunkt, wo man sich von den letzten Gästen verabschiedete.

Link zur Veranstaltung zum Bundesweiten Wandertag für die biologische Vielfalt 2014

Alles lauscht den Ausführungen vom AKN-Vorsitzenden Stefan Kottwitz (Bild: Kottwitz)

AKN legt Ablaufgraben wieder frei

(30.05.2014)

Bereits im März waren die Mitglieder des Arbeitskreis-Naturschutz Langenhain-Ziegenberg (AKN) aufgerufen in einem Arbeitseinsatz den Ablaufgraben in der Wiese am Dicken Busch wieder freizulegen. Nötig wurde die Maßnahme, weil durch vorangegangene Erdarbeiten bei der Erneuerung der Wasserleitung vom Quellspeicher zur Entnahmestelle der Graben partiell in Mitleidenschaft geraten war.

Ausgerüstet mit Schaufel, Spaten und Hacken ging es an die Arbeit. Der Graben wurde, wo nötig, auf ca. 20 bis 30 cm vertieft, damit die umgebende Wiese im oberen Teil des Geländes nicht zu sehr vernässt. Somit kann hier wieder zukünftig gemulcht oder gemäht werden, um das vorhanden Pflegekonzept umzusetzen.

Der tiefer gelegene Teil des Geländes blieb von der Maßnahme unberührt und damit im gewünschten nassen Zustand mit der entsprechenden feuchteliebenden Vegetation.

Klaus Spieler

Nach getaner Arbeit. Von links: Willi Liebert, Stefan Kottwitz und Klaus Spieler. Nicht auf dem Bild Erik Meyer. Bild: E. Meyer

Aktuelles

Viele Gäste bei Obstsortenaus-stellung und AKN-Infostand im DGH am 3. Oktober

Nachdem letztes Jahr die Obstsortenausstellung des Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg e.V. (AKN) mangels Früchte ausfallen musste, sind die Gäste des Mostfestes dieses Jahr wieder ob der Vielzahl der gezeigten Sorten ins Staunen geraten... Weiter geht es hier

Nächster Arbeitseinsatz

wird noch bekannt gegeben

Nächstes Treffen:

Nächste Sitzung:

13. Nov. 2018, 20.00 Uhr,

Altes Rathaus in Langenhain

Große Obstsortenausstellung

und Probieräpfel im

DGH beim Mostfest am

 03. Oktober 2019

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